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Engel, die Gott zugesehn…

Von

Engel, die Gott zugesehn
Sonn und Mond und Sterne bauen,
Sprachen: Herr, es ist auch schön,
Mit dem Kind ins Nest zu schauen.

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Gedicht: Engel, die Gott zugesehn... von Clemens Brentano

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Engel, die Gott zugesehn…“ von Clemens Brentano ist ein kurzes, idyllisches Gedicht, das von der Perspektive der Engel aus eine Szene der himmlischen Ruhe und der göttlichen Nähe zeichnet. Es handelt sich um ein sehr prägnantes Werk, das durch seine Einfachheit und Direktheit eine tiefgreifende emotionale Wirkung erzielt. Der Fokus liegt auf der Beschreibung des Wunsches der Engel, die sich nach der menschlichen Welt sehnen und die Freude an der Beobachtung des Lebens der Menschen teilen möchten.

Die Engel, die traditionell als Diener Gottes dargestellt werden und die Erschaffung des Himmels und der Himmelskörper bezeugen, äußern hier den Wunsch, in die menschliche Welt einzutauchen. Die Zeile „Sprachen: Herr, es ist auch schön, / Mit dem Kind ins Nest zu schauen.“ verdeutlicht das zentrale Motiv des Gedichts. Es ist die Sehnsucht nach der Intimität und der Unschuld, die in der menschlichen Erfahrung, insbesondere in der Beobachtung eines Kindes in seinem Nest, zum Ausdruck kommt. Die Engel, die die kosmische Weite und die göttliche Herrlichkeit erfahren, sehen die Schönheit auch in den einfachen Dingen des menschlichen Lebens.

Brentanos Sprache ist klar und schlicht, was die Aussage des Gedichts verstärkt. Die Verwendung von einfachen Wörtern und einer direkten Ansprache an Gott unterstützt die Intimität und die Ehrlichkeit der Engel. Das Gedicht strahlt eine tiefe Spiritualität aus, die sich nicht in erhabenen Bildern, sondern in der Wertschätzung des menschlichen Lebens manifestiert. Es deutet darauf hin, dass Gott und die Engel die kleinen Freuden und die unschuldige Welt der Menschen ebenso schätzen.

Die Interpretation dieses Gedichts kann als eine Reflexion über die Verbundenheit des Himmlischen mit dem Irdischen gesehen werden. Es zeigt, dass die göttliche Sphäre nicht nur durch Erhabenheit und Großartigkeit, sondern auch durch die einfache Schönheit des menschlichen Daseins berührt und bereichert wird. Es ist eine Hymne an die kindliche Unschuld und die Freude an den einfachen Dingen, die selbst Engel zu faszinieren vermögen und somit die Tiefe der menschlichen Erfahrung beleuchten.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.