Es ist keiner je allein

Clemens Brentano

1778

Es ist keiner je allein, Wär auch Erd und Himmel Stein, Schien kein Mond, kein Sternenschein, Grüßte auch kein Lüftelein, Sänge auch kein Vögelein: Kehrt in jedem Herzen rein Doch der liebe Gott stets ein.

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Interpretation

Das Gedicht "Es ist keiner je allein" von Clemens Brentano beschreibt die Idee, dass niemand jemals wirklich allein ist, selbst wenn die äußere Welt düster und leblos erscheint. Es vermittelt eine tiefe spirituelle Botschaft über die Gegenwart Gottes in jedem Herzen. Brentano verwendet eine Reihe von hypothetischen Szenarien, um seine Aussage zu unterstreichen. Er imaginiert eine Welt, in der selbst die grundlegendsten Elemente der Natur fehlen - die Erde und der Himmel sind Stein, es gibt keinen Mond oder Sternenlicht, keine Brise und kein Vogelgesang. Trotz dieser extremen Bedingungen, die die äußere Welt völlig leer und leblos erscheinen lassen, betont der Dichter, dass niemand jemals allein ist. Die letzte Zeile des Gedichts enthüllt die zentrale Botschaft: "Doch der liebe Gott stets ein." Hier erklärt Brentano, dass Gott immer in jedem reinen Herzen gegenwärtig ist. Dies deutet darauf hin, dass die spirituelle Verbindung zwischen dem Menschen und Gott unzerbrechlich ist und dass diese innere Verbindung die äußere Einsamkeit überwindet. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, indem es versichert, dass man selbst in den dunkelsten Zeiten nie wirklich allein ist, solange man ein reines Herz bewahrt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Es ist keiner je allein, Wär auch Erd und Himmel Stein, Schien kein Mond, kein Sternenschein, Grüßte auch kein Lüftelein, Sänge auch kein Vögelein
Hyperbel
Wär auch Erd und Himmel Stein
Kontrast
Schien kein Mond, kein Sternenschein, Grüßte auch kein Lüftelein, Sänge auch kein Vögelein: Kehrt in jedem Herzen rein Doch der liebe Gott stets ein
Metapher
Kehrt in jedem Herzen rein Doch der liebe Gott stets ein