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Schnell nieder mit der alten Welt…

Von

Schnell nieder mit der alten Welt,
Die neue zu erbauen.
Der, dem die Liebe sich gesellt,
Darf nicht nach Trümmern schauen.
Aus Kraft und nicht aus Reue dringt,
Was die Vergangenheit verschlingt.

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Gedicht: Schnell nieder mit der alten Welt... von Clemens Brentano

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Schnell nieder mit der alten Welt“ von Clemens Brentano ist eine programmatische Aufbruchserklärung, die den radikalen Wandel und die Hinwendung zur Zukunft betont. Es ist eine Aufforderung zum Handeln, zum Loslassen des Vergangenen und zum mutigen Aufbau einer neuen Welt, die auf Liebe und Schaffenskraft basiert.

Der erste Vers, „Schnell nieder mit der alten Welt“, setzt den Ton: ein entschlossener Abschied von Altem. Das Wort „schnell“ unterstreicht die Dringlichkeit und das Verlangen nach Veränderung. Die „neue Welt“ symbolisiert Hoffnung, Neuanfang und das Potenzial für eine bessere Zukunft. Der zweite Strophenteil, „Der, dem die Liebe sich gesellt, / Darf nicht nach Trümmern schauen“, verdeutlicht, dass die Basis für diesen Neubeginn die Liebe ist. Wer von der Liebe geleitet wird, soll sich nicht von den Überresten der Vergangenheit ablenken lassen, sondern den Blick nach vorn richten. Dies impliziert eine aktive Verdrängung von Negativität und Trauer.

Die beiden letzten Verse, „Aus Kraft und nicht aus Reue dringt, / Was die Vergangenheit verschlingt“, bieten eine weitere Deutungsebene. Hier wird die treibende Kraft für den Wandel explizit genannt: „Kraft“, nicht „Reue“. Es geht nicht darum, das Vergangene zu betrauern oder sich von Schuldgefühlen lähmen zu lassen, sondern aus der eigenen Stärke heraus aktiv die Zukunft zu gestalten. Die Vergangenheit wird im metaphorischen Sinne „verschlungen“, was bedeutet, dass sie durch die neue Welt, die auf Liebe und Kraft basiert, überwunden wird.

Das Gedicht ist kurz und prägnant, die Sprache einfach und direkt. Es verzichtet auf komplexe Bilder und Metaphern, um seine Botschaft klar und eindringlich zu vermitteln. Die Reimstruktur unterstützt die rhythmische Wirkung und die einprägsame Natur des Gedichts. Die Zeilen sind kurz und abgehackt, was die Aufbruchsstimmung und das Tempo der Veränderung widerspiegelt. Insgesamt ist das Gedicht ein Aufruf zum Optimismus, zur Hoffnung und zur Gestaltung einer neuen Welt, die auf positiven Werten basiert.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.