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Elfe

Von

Bleib bei uns! Wir haben den Tanzplan im Tal
Bedeckt mit Mondesglanze,
Johanniswürmchen erleuchten den Saal,
Die Heimchen spielen zum Tanze.

Die Freude, das schöne leichtgläubige Kind,
Es wiegt sich in Abendwinden:
Wo Silber auf Zweigen und Büschen rinnt,
Da wirst du die Schönste finden!

Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Gedicht: Elfe von Joseph von Eichendorff

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Elfe“ von Joseph von Eichendorff entführt den Leser in eine märchenhafte Welt, in der die Natur mit ihren geheimnisvollen Kräften und Bewohnern eine zentrale Rolle spielt. Es ist ein Aufruf an eine Elfe, bei den Menschen zu verweilen und an einem nächtlichen Tanz im Tal teilzunehmen. Die Einladung wird mit Bildern von Schönheit, Freude und Unbeschwertheit verbunden, die das Verlangen nach einem sorglosen Dasein wecken sollen.

Die Atmosphäre des Gedichts wird durch die Verwendung von Naturbildern wie „Mondesglanze“, „Johanniswürmchen“ und „Abendwinden“ geschaffen. Diese Elemente erzeugen eine idyllische, fast magische Stimmung. Die „Johanniswürmchen“ dienen als Lichtquellen und beleuchten den „Saal“, während die „Heimchen“ die Musik zum Tanz spielen. Der Tanzplan selbst, bedeckt mit Mondlicht, wird zu einem Schauplatz der Vergnügung und des Zusammenseins. Die Verwendung von Begriffen wie „Kind“ und „Schönste“ unterstreicht die Leichtigkeit, Schönheit und Unschuld, die mit dem Tanz verbunden sind.

Die Anrede der Elfe impliziert eine Trennung zwischen der Elfe und den Menschen, die durch die Einladung aufgehoben werden soll. Die Frage nach ihrem Verbleib bei den Menschen deutet auf eine Sehnsucht nach ihrer Anwesenheit und nach der Integration des Übernatürlichen in die menschliche Welt. Das Gedicht evoziert eine Welt, in der Fantasie und Realität verschmelzen, eine Welt der Träume und der unbeschwerten Freude.

Das Gedicht kann als eine Metapher für die Sehnsucht nach Schönheit, Unschuld und dem einfachen Genuss des Lebens interpretiert werden. Es lädt dazu ein, sich den Freuden der Natur hinzugeben und die magische Atmosphäre der Nacht zu genießen. Gleichzeitig reflektiert es die Faszination der Romantik für das Mystische und die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Die Elfe symbolisiert die Freiheit, die Schönheit und die Freude, die im Einklang mit der Natur gefunden werden können, und das Gedicht ist ein Plädoyer für das Eintauchen in diese Welt.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.