Zwei Segel

Conrad Ferdinand Meyer

1882

Zwei Segel erhellend Die tiefblaue Bucht! Zwei Segel sich schwellend Zu ruhiger Flucht!

Wie eins in den Winden Sich wölbt und bewegt, Wird auch das Empfinden Des andern erregt.

Begehrt eins zu hasten, Das andre geht schnell, Verlangt eins zu rasten, Ruht auch sein Gesell.

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Illustration zu Zwei Segel

Interpretation

Das Gedicht "Zwei Segel" von Conrad Ferdinand Meyer beschreibt die Bewegung zweier Segel in einer tiefblauen Bucht. Die Segel erhellen die Bucht und schwellen sich zu einer ruhigen Flucht auf. Die Bilder der Segel, die sich im Wind wölben und bewegen, symbolisieren die Dynamik und Verbundenheit der beiden Elemente. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass die beiden Segel eine enge Beziehung zueinander haben. Wenn eines der Segel den Wind einfängt und sich bewegt, wird auch das andere Segel erregt und reagiert entsprechend. Dies kann als Metapher für die Wechselwirkung und gegenseitige Beeinflussung zwischen zwei Menschen oder Entitäten verstanden werden. Das Gedicht verdeutlicht, dass die Handlungen und Empfindungen eines Segels Auswirkungen auf das andere haben. Wenn eines der Segel eilt, folgt das andere schnell. Wenn eines Rast sucht, ruht auch das andere. Diese enge Verbundenheit und das harmonische Zusammenspiel der Segel können als Symbol für eine tiefe Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit zwischen zwei Wesen oder Kräften interpretiert werden.

Schlüsselwörter

eins zwei segel erhellend tiefblaue bucht schwellend ruhiger

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Stilmittel

Metapher
Zwei Segel erhellend / Die tiefblaue Bucht!
Parallelismus
Begehrt eins zu hasten, / Das andre geht schnell, / Verlangt eins zu rasten, / Ruht auch sein Gesell.
Personifikation
Wie eins in den Winden / Sich wölbt und bewegt, / Wird auch das Empfinden / Des andern erregt.