Zuruf
1795Alles kann sich umgestalten! Mag das dunkle Schicksal walten. Muthig! auf der steilsten Bahn. Trau dem Glücke! trau den Göttern! Steig, trotz Wogendrang und Wettern, Kühn, wie Cäsar, in den Kahn.
Laß den Schwächling angstvoll zagen! Wer um Hohes kämpft, muß wagen! Leben gelt′ es oder Tod! Laß die Woge donnernd branden! Nur bleib immer, magst du landen Oder scheitern, selbst Pilot!
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Interpretation
Das Gedicht "Zuruf" von Friedrich von Matthisson ist ein Aufruf zur Tapferkeit und zum Mut in schwierigen Zeiten. Der Autor ermutigt den Leser, sich nicht von dunklem Schicksal entmutigen zu lassen und mutig den steilsten Weg zu gehen. Er rät dazu, dem Glück und den Göttern zu vertrauen und kühn wie Cäsar in den Kahn zu steigen, trotz Wogendrang und Wettern. Der zweite Teil des Gedichts betont die Notwendigkeit, Risiken einzugehen, um hohe Ziele zu erreichen. Der Autor fordert den Leser auf, den Schwächling zu verlassen und mutig zu kämpfen, selbst wenn es um Leben oder Tod geht. Er ermutigt dazu, die Wogen donnernd branden zu lassen und immer der eigene Pilot zu bleiben, egal ob man landet oder scheitert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- trau dem Glücke! trau den Göttern!
- Hyperbel
- Wer um Hohes kämpft, muß wagen! Lebend gelt′ es oder Tod!
- Imperativ
- Laß den Schwächling angstvoll zagen!
- Metapher
- selbst Pilot
- Personifikation
- mag das dunkle Schicksal walten