Zur Physiognomik

Oscar Blumenthal

1852

Der weise Schopenhauer spricht – Und gern betret′ ich seine Spur: »Ein jedes Menschen Angesicht Ist ein Gedanke der Natur.«

Es folgt daraus das Eine nur, Wenn man dem Worte Glauben schenkt: Daß auch die ewige Natur Mehr Dummes als Gescheites denkt.

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Interpretation

Das Gedicht "Zur Physiognomik" von Oscar Blumenthal beschäftigt sich mit der Idee, dass das menschliche Gesicht Ausdruck der Natur und ihrer Gedanken ist. Der Autor bezieht sich dabei auf den Philosophen Schopenhauer, der sagt, dass jedes menschliche Gesicht ein Gedanke der Natur ist. Dies impliziert, dass die Natur durch das menschliche Gesicht ihre Gedanken und Ideen manifestiert. Im zweiten Teil des Gedichts zieht Blumenthal eine interessante Schlussfolgerung aus dieser Aussage. Wenn das menschliche Gesicht ein Gedanke der Natur ist, dann muss die Natur selbst mehr dumme als gescheite Gedanken haben. Dies deutet darauf hin, dass die Natur nicht immer perfekt oder weise ist, sondern auch Fehler und Unvollkommenheiten aufweist. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Es wirft die Frage auf, ob das menschliche Gesicht tatsächlich ein Spiegelbild der Natur ist und ob die Natur selbst intelligente oder dumme Gedanken hat. Es lädt den Leser dazu ein, über die Komplexität der menschlichen Existenz und die Rolle der Natur in unserem Leben nachzudenken.

Schlüsselwörter

natur weise schopenhauer spricht gern betret spur jedes

Wortwolke

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Stilmittel

Allusion
Der weise Schopenhauer spricht
Irony
Daß auch die ewige Natur / Mehr Dummes als Gescheites denkt
Metaphor
Ein jedes Menschen Angesicht / Ist ein Gedanke der Natur