Zur Hochzeit
unknownWas das für ein Gezwitscher ist! Durchs Blau die Schwalben zucken Und schrein: »Sie haben sich geküßt!« Vom Baum Rotkehlchen gucken.
Der Storch stolziert von Bein zu Bein; »Da muß ich fischen gehen -« Der Abend wie im Traum darein Schaut von den stillen Höhen.
Und wie im Traume von den Höhen Seh ich nachts meiner Liebsten Haus, Die Wolken darüber gehen Und löschen die Sterne aus.
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Interpretation
Das Gedicht "Zur Hochzeit" von Joseph von Eichendorff beschreibt die Stimmung und die Naturbeobachtungen rund um eine Hochzeit. Es beginnt mit einem lebhaften Vogelgezwitscher und dem Anblick von Schwalben, die durch das Blau fliegen. Die Vögel scheinen die Neuigkeit der geküssten Brautleute zu verkünden. Ein Rotkehlchen lugt neugierig vom Baum und der Storch stolziert gemächlich von Bein zu Bein. Der Abend senkt sich wie in einem Traum herab und blickt von den stillen Höhen herab. In der zweiten Strophe wird die Stimmung noch traumhafter und romantischer. Der Erzähler blickt nachts auf das Haus seiner Liebsten. Wolken ziehen über den Himmel und löschen die Sterne aus. Die Natur scheint sich in einen sanften, verträumten Zustand zu versetzen, der die romantische Stimmung der Hochzeit widerspiegelt. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Freude, Romantik und Traumhaftigkeit rund um das Ereignis einer Hochzeit. Die Natur wird als Teil dieser feierlichen Stimmung dargestellt, mit Vögeln, die die Neuigkeit verkünden, und dem Abend, der wie in einem Traum herab sieht. Die letzten Zeilen deuten auf eine intime Verbindung zwischen dem Erzähler und seiner Liebsten hin, die in der Nacht unter dem verhüllten Sternenhimmel beobachtet wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Durchs Blau die Schwalben zucken
- Anapher
- Und wie im Traume von den Höhen
- Metapher
- Der Storch stolziert von Bein zu Bein
- Personifikation
- Der Abend wie im Traum darein
- Vergleich
- Und wie im Traume von den Höhen