Zur Hochzeit des Herrn von Pochhammer
unknownTief in der Brust mit verriegelnder Klammer Wahrte schön Hanna das Herzelein: Aber die Liebe mit pochendem Hammer, Sprengte das Schloß und zog in die Kammer Wie triumphirender Frühling herein. Nun, so erblühe denn, sprossende Keimniß! Singen und Sagen, sie schildern Dich nie. Versegestammel ist klägliche Reimniß Gegen der Minne geheiligt Geheimniß: Glückliche Lieb′ ist allein Poesie. Aber Ihr andern, Ihr fröhlichen Gäste, Hebet die Becher und jubelt mir laut: Glückliche Lieb′ ist das Seligste, Beste! Heil sei dem Hause und Heil sei dem Feste, Heil sei dem Bräutigam, Heil sei der Braut!
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Interpretation
Das Gedicht "Zur Hochzeit des Herrn von Pochhammer" von Felix Dahn erzählt von der tiefen Liebe und Freude, die bei einer Hochzeit herrschen. Im ersten Teil beschreibt der Dichter, wie Hanna ihr Herz fest verschlossen hielt, bis die Liebe mit großer Kraft das Schloss sprengte und triumphierend in ihr Herz einkehrte. Dieser Einzug der Liebe wird mit dem Einzug des Frühlings verglichen, der alles zum Erblühen bringt. Die Liebe wird als etwas Heiliges und Geheimnisvolles dargestellt, das über alle poetischen Beschreibungen hinausgeht. Glückliche Liebe wird als die wahre Poesie bezeichnet. Im zweiten Teil wendet sich der Dichter direkt an die Hochzeitsgäste und fordert sie auf, die Gläser zu erheben und laut zu jubeln. Er preist die glückliche Liebe als das Seligste und Beste, was es gibt. Der Dichter wünscht dem Brautpaar und ihrem Haus alles Gute und segnet das Fest. Die Stimmung ist ausgelassen und feierlich, und der Dichter vermittelt die tiefe Freude und den Segen, der mit einer glücklichen Hochzeit verbunden ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Heil sei dem Hause und Heil sei dem Feste, Heil sei dem Bräutigam, Heil sei der Braut!
- Hyperbel
- Singen und Sagen, sie schildern Dich nie
- Metapher
- Glückliche Lieb′ ist allein Poesie
- Personifikation
- die Liebe mit pochendem Hammer