Zum Ziele
Keiner kann im leichten Spiel
Dieses Lebens Preis erjagen;
Fest ins Auge fass′ dein Ziel,
Bis die Pulse höher schlagen
Und sich dir an Fuß und Hand
Wieder straff die Sehne spannt.
Und so wandre Schritt für Schritt
Den Gefahren kühn entgegen;
Hoch das Haupt und fest der Tritt
Und im Herzen Gottes Segen,
Auf der Stirn des Kampfes Schweiß:
So gewinnest du den Preis.
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Kurze Interpretation des Gedichts
Das Gedicht „Zum Ziele“ von Julius Sturm ist eine klare Aufforderung zur Zielstrebigkeit und Ausdauer im Leben. Es umreißt einen Weg, der von harter Arbeit, Mut und dem Vertrauen in eine höhere Macht geprägt ist. Die Verse betonen die Notwendigkeit, ein klares Ziel vor Augen zu haben und sich davon nicht durch die Schwierigkeiten des Lebens abbringen zu lassen.
Sturm beginnt mit der Feststellung, dass im „leichten Spiel“ des Lebens kein Preis zu gewinnen ist. Dies deutet an, dass Erfolg nicht durch Müßiggang oder oberflächliches Agieren erreicht wird, sondern durch Anstrengung und Konzentration. Die Metapher des „Fest ins Auge fass‘ dein Ziel“ unterstreicht die Wichtigkeit von Fokus und Entschlossenheit. Der Anstieg der Pulse und die Anspannung der Sehnen an Fuß und Hand symbolisieren die physische und emotionale Involvierung, die erforderlich ist, um das Ziel zu erreichen.
Der zweite Teil des Gedichts beschreibt den Weg zum Erfolg detaillierter. Hier wird die aktive Auseinandersetzung mit den „Gefahren“ betont. Die Anweisung „kühn entgegen“ weist auf die Notwendigkeit von Mut und Risikobereitschaft hin. Die Aufforderung, „hoch das Haupt und fest der Tritt“ zu bewahren, unterstreicht die Bedeutung von Selbstbewusstsein und Beständigkeit. Sturm kombiniert diese Attribute mit dem „Herzen Gottes Segen“, was auf ein starkes Fundament aus Glauben und moralischer Integrität hindeutet. Die „Stirn des Kampfes Schweiß“ steht für die harte Arbeit und die Widrigkeiten, die Teil des Weges zum Ziel sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht eine Anleitung zum Erfolg bietet, indem es die Tugenden der Zielstrebigkeit, des Mutes, der Ausdauer und des Glaubens hervorhebt. Es ist eine Ermutigung, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen, stets das Ziel im Blick zu behalten und sich dabei von einer höheren Macht leiten zu lassen. Der Preis, der gewonnen werden kann, ist nicht explizit genannt, aber er impliziert das Erreichen des gesetzten Ziels und die persönliche Entwicklung, die durch den Prozess erworben wird.
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Lizenz und Verwendung
Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.