Zum Ziele
1896Keiner kann im leichten Spiel Dieses Lebens Preis erjagen; Fest ins Auge fass′ dein Ziel, Bis die Pulse höher schlagen Und sich dir an Fuß und Hand Wieder straff die Sehne spannt.
Und so wandre Schritt für Schritt Den Gefahren kühn entgegen; Hoch das Haupt und fest der Tritt Und im Herzen Gottes Segen, Auf der Stirn des Kampfes Schweiß: So gewinnest du den Preis.
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Interpretation
Das Gedicht "Zum Ziele" von Julius Karl Reinhold Sturm thematisiert die Bedeutung von Zielstrebigkeit und Entschlossenheit im Leben. Der Dichter betont, dass der Preis des Lebens nicht durch leichtes Spiel oder Bequemlichkeit erlangt werden kann, sondern durch das feste Fokussieren auf ein Ziel. Die Metapher der gespannten Sehne an Fuß und Hand symbolisiert die Bereitschaft und Anspannung, die nötig sind, um Herausforderungen zu meistern. Im zweiten Teil des Gedichts ermutigt Sturm den Leser, mutig und entschlossen den Gefahren des Lebens entgegenzutreten. Der Rat, "hoch das Haupt und fest der Tritt" zu halten, vermittelt die Notwendigkeit von Selbstvertrauen und Standhaftigkeit. Die Erwähnung von "Gottes Segen" und dem "Kampfes Schweiß" auf der Stirn deutet darauf hin, dass der Weg zum Ziel zwar anstrengend und mit Anstrengung verbunden ist, aber durch Glauben und Ausdauer zum Erfolg führt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine motivierende Botschaft: Nur durch klare Zielsetzung, Mut und Beharrlichkeit kann man die Herausforderungen des Lebens überwinden und den verdienten Preis erlangen. Es ist eine Aufforderung, sich nicht von Schwierigkeiten entmutigen zu lassen, sondern mit Entschlossenheit und Glauben den eigenen Weg zu gehen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- So gewinnest du den Preis
- Metapher
- Auf der Stirn des Kampfes Schweiß