Zinkenistentrost
1782Wie glücklich ist der Zinkenist, Der Herr und sein Geselle! Er kömmt, wenn er gestorben ist, Gewiß nicht in die Hölle: Denn Gott hält oft ein Freudenfest Mit auserwählten Christen; Und weil man da Posaunen bläst, So braucht man Zinkernisten.
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Interpretation
Das Gedicht "Zinkenistentrost" von Christian Friedrich Daniel Schubart handelt von einem Zinkenisten, der in der christlichen Vorstellung vom Himmel ausgeschlossen zu sein scheint. Der Zinkenist, der in der christlichen Symbolik oft als sündiger Musiker dargestellt wird, wird hier jedoch als glücklicher Mann beschrieben, der nach seinem Tod nicht in die Hölle kommen wird. Dies liegt daran, dass Gott oft ein Freudenfest mit auserwählten Christen feiert, bei dem Posaunen geblasen werden. Da der Zinkenist ein Instrument spielt, das der Posaune ähnlich ist, wird er für diese Feier benötigt. Das Gedicht spielt mit der Idee, dass selbst jemand, der in der christlichen Tradition als sündig gilt, in den Himmel kommen kann, wenn er eine bestimmte Fähigkeit oder Begabung besitzt, die von Gott geschätzt wird. Es ist eine humorvolle und ironische Interpretation der christlichen Vorstellung vom Himmel und der Hölle, die zeigt, dass selbst in der religiösen Symbolik Platz für Humor und Ironie ist. Das Gedicht ist ein Beispiel für die literarische Tradition des "Zinkenistentrosts", die sich mit der Frage beschäftigt, ob Zinkenisten nach ihrem Tod in den Himmel kommen können. Es ist ein humorvolles und ironisches Gedicht, das die christliche Vorstellung vom Himmel und der Hölle auf eine spielerische Weise interpretiert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Er kömmt, wenn er gestorben ist, Gewiß nicht in die Hölle
- Ironie
- Und weil man da Posaunen bläst, So braucht man Zinkernisten
- Metapher
- Zinkenistentröst
- Personifikation
- Gott hält oft ein Freudenfest
- Reimschema
- AABB