Wunsch
1890Wenig ist, was ich begehre, Und doch steht es mir so fern: Aus dem ganzen Sternenheere Einen einz’gen lieben Stern! Und was Himmel, Erd’ und Meere Noch umfassen – ließ’ ich gern! –
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Interpretation
Das Gedicht "Wunsch" von Joseph Christian von Zedlitz handelt von einem tiefen, fast unerreichbaren Verlangen. Der Sprecher äußert, dass sein Wunsch, obwohl er auf den ersten Blick gering erscheint, in der Realität unerreichbar weit entfernt ist. Dies wird durch die Metapher eines einzigen Sterns aus dem ganzen Sternenheer verdeutlicht, der als Symbol für einen besonderen, geliebten Menschen oder einen einzigartigen Traum steht. Die Einfachheit des Wunsches kontrastiert mit der Schwierigkeit seiner Erfüllung und unterstreicht die Intensität des Verlangens. Die zweite Strophe vertieft das Gefühl der Sehnsucht, indem sie die Bereitschaft des Sprechers ausdrückt, alles andere aufzugeben, was Himmel, Erde und Meer umfassen. Diese Bereitschaft, die gesamte Welt für einen einzigen Wunsch zu opfern, zeigt die Tiefe und die alles überragende Bedeutung dieses einen Verlangens. Der Sprecher ist bereit, alles andere als unwichtig zu betrachten, um das zu erreichen, was er sich wünscht. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine universelle menschliche Erfahrung: das Gefühl, dass ein einziger Wunsch, egal wie klein er erscheinen mag, so bedeutend und unerreichbar sein kann, dass man bereit wäre, die ganze Welt dafür zu geben. Es ist eine poetische Reflexion über die Natur menschlicher Sehnsucht und die manchmal unerklärliche Tiefe, die ein einziger Wunsch in uns auslösen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wenig ist, was ich begehre
- Hyperbel
- Und was Himmel, Erd' und Meere / Noch umfassen – ließ' ich gern!
- Metapher
- Sternenheere
- Wunsch
- Einen einz'gen lieben Stern!