Wunderwerck

Friedrich Freiherr von Logau

1872

Zuvor ists auch geschehn und darff auch mehr geschehen, Ich hab es selbst gesehen, begehrs nicht mehr zu sehen, Daß auff gepflügtem Feld, in dem es Gerst empfangen, Sind Pferde nachmals da in kurtzem auffgegangen.

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Interpretation

Das Gedicht "Wunderwerck" von Friedrich Freiherr von Logau beschreibt ein scheinbar wundersames Ereignis, das der Autor selbst beobachtet hat. Es geht um die Verwandlung von gepflügtem Feld, auf dem zuvor Gerste wuchs, in ein Feld, auf dem sich in kurzer Zeit Pferde zeigen. Dieses Phänomen wird als etwas dargestellt, das schon früher geschehen ist und auch weiterhin geschehen darf. Der Autor betont, dass er es selbst gesehen hat und nicht mehr danach verlangt, es erneut zu sehen. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass es sich um eine metaphorische Darstellung handelt, die die Wunderbarkeit der Natur und ihre Fähigkeit zur Verwandlung hervorhebt. Die Gerste, die auf dem Feld wächst, symbolisiert das Wachstum und die Fruchtbarkeit der Erde, während die Pferde, die daraus entstehen, für Stärke, Geschwindigkeit und Freiheit stehen könnten. Das Gedicht lädt den Leser dazu ein, über die unerklärlichen und faszinierenden Aspekte der Natur nachzudenken und die Schönheit und Magie zu erkennen, die in der Welt um uns herum existieren. Die Sprache des Gedichts ist einfach und direkt, was die Klarheit und Eindringlichkeit der Botschaft verstärkt. Die Wiederholung des Satzes "Ich hab es selbst gesehen" unterstreicht die Authentizität der Erfahrung und lädt den Leser ein, die Verwunderung und das Staunen des Autors zu teilen. Insgesamt ist "Wunderwerck" ein Gedicht, das die Leser dazu anregt, die Welt mit offenen Augen zu betrachten und die Wunder zu erkennen, die sich in den unerwartetsten Momenten zeigen können.

Schlüsselwörter

mehr zuvor ists geschehn darff geschehen hab selbst

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
begehrs nicht mehr zu sehen
Anapher
Zuvor ists auch geschehn und darff auch mehr geschehen
Hyperbel
daß auff gepflügtem Feld, in dem es Gerst empfangen, sind Pferde nachmals da in kurtzem auffgegangen
Metapher
Wunderwerck