Wunde Rosen bluten
1934Wunden Riesen wunden wunden Rosen senken senken Rosen Schwüle wunden Schwüle Schwüle Senken Rosen senken senken Wunden Schwüle wunden wunden Rosen schwülen schwülen Rosen Gluten tropfen tropfen Glut Gluten tropfen tropfen Glut Bluten Rosen wunden schwül Senken Wunden rosen Blut Nacht senken Rosen Nacht Nacht wunden Blut Blut Nacht bluten Nacht Blut nachten Blut Blut bluten Blut
Silberklang Weidewunder Silberklang Weidetröstend Bluteklang
Schweigen tropfen Blut.
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Interpretation
Das Gedicht "Wunde Rosen bluten" von Kurt Schwitters ist ein experimentelles und fragmentarisches Werk, das sich durch eine unkonventionelle Sprach- und Klangstruktur auszeichnet. Schwitters verwendet hier eine Technik, die als "Sprechgesang" bekannt ist, bei der er Wörter und Silben wiederholt und kombiniert, um rhythmische und klangliche Effekte zu erzeugen. Das Gedicht beginnt mit einer Reihe von Wörtern, die sich um die Themen Wunde, Rose, Schwüle und Blut drehen. Diese Wörter werden in verschiedenen Kombinationen und Wiederholungen verwendet, um eine Art musikalischen Rhythmus zu schaffen. Im zweiten Teil des Gedichts führt Schwitters neue Elemente ein, wie "Silberklang" und "Weidewunder". Diese Wörter fügen eine neue Klangdimension hinzu und scheinen eine Art Kontrast oder Auflösung zum vorherigen Teil zu bieten. Der letzte Satz "Schweigen tropfen Blut" bringt das Gedicht zu einem abschließenden Punkt, der sowohl visuell als auch klanglich stark ist. Das Wort "Schweigen" steht im Kontrast zu den vorherigen Klangwörtern und könnte als eine Art Auflösung oder Abschluss interpretiert werden. Insgesamt ist "Wunde Rosen bluten" ein Gedicht, das traditionelle poetische Strukturen und Bedeutungen ablehnt und stattdessen auf Klang, Rhythmus und visuelle Anordnung setzt. Es lädt den Leser ein, sich auf eine sinnliche und intuitive Auseinandersetzung mit der Sprache einzulassen, anstatt nach einer linearen oder logischen Bedeutung zu suchen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wunden Riesen wunden wunden, Rosen senken senken Rosen, Schwüle wunden Schwüle Schwüle, Silberklang, Weidewunder Silberklang, Weidetröstend Bluteklang
- Anapher
- Wunden Riesen wunden wunden / Rosen senken senken Rosen / Schwüle wunden Schwüle Schwüle / Senken Rosen senken senken / Wunden Schwüle wunden wunden / Rosen schwülen schwülen Rosen
- Onomatopoesie
- tropfen
- Parallelismus
- Silberklang / Weidewunder Silberklang / Weidetröstend Bluteklang
- Wiederholung
- wunden, senken, Schwüle, Rosen, Gluten, tropfen, Glut, Blut, Nacht, bluten