Wünschelrute

Joseph von Eichendorff

1838

Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.

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Interpretation

Das Gedicht "Wünschelrute" von Joseph von Eichendorff beschreibt die poetische Idee, dass ein verborgener Gesang in allen Dingen schlummert und darauf wartet, geweckt zu werden. Die Natur und die Welt werden als lebendig und voller Geheimnisse dargestellt, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Die Wünschelrute, ein altes Instrument zur Wassersuche, symbolisiert hier die Fähigkeit des Dichters oder des Menschen, die verborgenen Schätze der Welt zu finden. Das "Zauberwort" steht für die Inspiration oder die kreative Kraft, die nötig ist, um die schlummernden Lieder in den Dingen zu wecken und die Welt zum Singen zu bringen. Eichendorff vermittelt eine romantische Vorstellung von der Einheit von Natur und Mensch, in der alles miteinander verbunden ist und eine tiefe, verborgene Bedeutung birgt. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Welt mit offenen Augen und Ohren zu betrachten, um die Magie und Schönheit zu entdecken, die in allem verborgen liegt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Die da träumen fort und fort
Metapher
Triffst du nur das Zauberwort
Personifikation
die Welt hebt an zu singen