Wo noch kein Wandrer gegangen
1841Wo noch kein Wandrer gegangen, Hoch über Jäger und Roß Die Felsen im Abendrot hangen Als wie ein Wolkenschloß.
Dort zwischen Zinnen und Spitzen Von wilden Nelken umblüht Die schönen Waldfrauen sitzen Und singen im Winde ihr Lied.
Der Jäger schaut nach dem Schlosse; “Die droben, das ist mein Lieb”. Er sprengt von dem scheuenden Rosse- Weiß keiner, wo er blieb.
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Interpretation
Das Gedicht "Wo noch kein Wandrer gegangen" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine geheimnisvolle und romantische Landschaft. Es führt den Leser an einen Ort, an dem noch kein Wanderer gewesen ist, hoch über Jägern und Pferden. Die Felsen hängen im Abendrot wie ein Wolkenpalast. Zwischen Zinnen und Spitzen sitzen schöne Waldfrauen, umgeben von wilden Nelken, und singen ihr Lied im Wind. Der Jäger, der diese Szene beobachtet, ist von der Schönheit der Waldfrauen fasziniert. Er glaubt, dass die Frau im Schloss seine Geliebte ist. Doch als er auf sein scheues Pferd springt, um zu ihr zu gelangen, verschwindet er spurlos. Niemand weiß, wo er geblieben ist. Das Gedicht erzählt eine Geschichte von Sehnsucht und unerfüllter Liebe. Der Jäger wird von der Schönheit der Waldfrau angezogen, doch seine Suche nach ihr endet in einem Geheimnis. Das Gedicht lässt den Leser mit einem Gefühl von Rätselhaftigkeit und Melancholie zurück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Zwischen Zinnen und Spitzen
- Anspielung
- Die schönen Waldfrauen sitzen
- Bildsprache
- Hoch über Jäger und Roß die Felsen im Abendrot hangen
- Enjambement
- Er sprengt von dem scheuenden Rosse- / Weiß keiner, wo er blieb.
- Metapher
- Die Felsen im Abendrot hangen als wie ein Wolkenschloß.
- Personifikation
- Die Felsen im Abendrot hangen
- Symbolik
- Wilden Nelken umblüht
- Vergleich
- Die Felsen im Abendrot hangen als wie ein Wolkenschloß