Wo Gott zu finden ist

Gerhard Tersteegen

1697

Gott ist ein stiller Geist, der überall zugegen; Drum, wer ihm nahen will, darf sich nicht viel bewegen; Verlier, was bildlich ist, und brauch nicht viel Gewalt, Kehr sanft in stillen Geist: Ich weiß, du findst ihn bald.

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Interpretation

Das Gedicht "Wo Gott zu finden ist" von Gerhard Tersteegen handelt von der Suche nach Gott und der Art und Weise, wie man ihn finden kann. Tersteegen betont, dass Gott ein stiller Geist ist, der überall gegenwärtig ist. Daher sollte man, wer Gott nahen will, nicht viel Bewegung machen. Das bedeutet, dass man sich von weltlichen Dingen und Ablenkungen lösen sollte, um eine Verbindung zu Gott herzustellen. Der Dichter fordert den Leser auf, das Bildliche, das Vergängliche, zu verlieren und nicht viel Gewalt anzuwenden. Stattdessen sollte man sanft in einen stillen Geist kehren. Dies impliziert, dass die Suche nach Gott eine innere, spirituelle Reise ist, die Ruhe, Gelassenheit und Hingabe erfordert. Es geht nicht darum, äußerlich viel zu tun, sondern vielmehr darum, den Geist zu beruhigen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Tersteegen verspricht, dass man Gott bald finden wird, wenn man diesen Weg einschlägt. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes. Es ermutigt den Leser, den Weg der inneren Einkehr und der spirituellen Suche zu beschreiten, um eine Verbindung zu Gott herzustellen. Die Sprache des Gedichts ist einfach und klar, aber die Botschaft ist tiefgründig und bedeutungsvoll.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Kehr sanft in stillen Geist: Ich weiß, du findst ihn bald
Imperativ
Drum, wer ihm nahen will, darf sich nicht viel bewegen
Metapher
Gott ist ein stiller Geist, der überall zugegen