Logo der Website, Schriftzug "Poesie Oase" mit Palmen umrandet.

Wissenschaft

Von

Einem ist sie die hohe, die himmlische Göttin, dem andern
Eine tüchtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.

Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Gedicht: Wissenschaft von Friedrich Schiller

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Wissenschaft“ von Friedrich Schiller ist eine prägnante Reflexion über die unterschiedlichen Perspektiven auf die Wissenschaft. Es verwendet eine pointierte Gegenüberstellung, um die Wertschätzung und den Nutzen der Wissenschaft für verschiedene Individuen zu beleuchten.

Der erste Vers etabliert die Wissenschaft als eine „hohe, himmlische Göttin“ für eine Person. Diese Metapher deutet auf eine idealistische, fast religiöse Verehrung der Wissenschaft hin. Für diese Person ist die Wissenschaft ein Objekt der Bewunderung, ein Streben nach Erkenntnis und Erleuchtung, das über materielle Belange hinausgeht. Die Wissenschaft wird hier als etwas Edles und Erhabenes dargestellt, das den Geist erhebt.

Der zweite Vers kontrastiert diese Sichtweise drastisch. Für eine andere Person ist die Wissenschaft lediglich eine „tüchtige Kuh“, die „mit Butter versorgt“. Diese Analogie verlagert den Fokus von der spirituellen oder intellektuellen Wertschätzung auf den praktischen Nutzen. Die Wissenschaft wird hier als ein Instrument zur materiellen Versorgung betrachtet, als Quelle für Wohlstand und Bequemlichkeit.

Schillers Gedicht enthüllt eine Dualität in der Bewertung der Wissenschaft, die bis heute Gültigkeit besitzt. Es zeigt, wie die Wissenschaft je nach individueller Perspektive und den eigenen Bedürfnissen unterschiedlich wahrgenommen und genutzt werden kann. Während einige in ihr einen Weg zur höheren Erkenntnis sehen, betrachten andere sie als nützliches Werkzeug zur Verbesserung des alltäglichen Lebens. Die Einfachheit des Gedichts, mit seinem klaren Kontrast, macht es zu einem wirkungsvollen Kommentar über die menschliche Vielfalt in der Bewertung und Nutzung von Wissen.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.