Wisse, daß mir sehr mißfällt

Johann Wolfgang von Goethe

1820

Wisse, daß mir sehr mißfällt, Wenn so viele singen und reden! Wer treibt die Dichtkunst aus der Welt?

Die Poeten!

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Interpretation

Das Gedicht "Wisse, daß mir sehr mißfällt" von Johann Wolfgang von Goethe ist ein kurzes, aber prägnantes Werk, das sich mit der Rolle der Dichter und der Dichtkunst in der Gesellschaft auseinandersetzt. In nur vier Zeilen bringt Goethe seine Unzufriedenheit mit der Vielzahl der Dichter zum Ausdruck, die seiner Meinung nach die Dichtkunst aus der Welt treiben. Das Gedicht beginnt mit einer direkten Ansprache, in der Goethe seine Missbilligung gegenüber der Vielzahl der Dichter und ihrer Werke zum Ausdruck bringt. Er stellt die Frage, wer die Dichtkunst aus der Welt treibe, und beantwortet sie selbst mit den Worten "Die Poeten!" Dies deutet darauf hin, dass Goethe der Meinung ist, dass die Überfülle an Dichtern und ihren Werken die Dichtkunst selbst in den Hintergrund drängt und ihre Bedeutung mindert. Goethes Kritik richtet sich also nicht gegen die Dichtkunst an sich, sondern gegen die Masse der Dichter, die seiner Meinung nach die Qualität und den Wert der Dichtkunst mindern. Er scheint zu befürchten, dass die Dichtkunst durch die Vielzahl der Dichter und ihrer Werke an Bedeutung verliert und in der Masse untergeht. Dieses Gedicht kann als eine Art Warnung an die Dichter verstanden werden, sich auf die Qualität ihrer Werke zu konzentrieren und nicht nur auf die Quantität.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Wenn so viele singen und reden
Metapher
Dichtkunst aus der Welt treiben
Rhetorische Frage
Wer treibt die Dichtkunst aus der Welt?