Wirst du ein Engel sein...
1921Wirst du ein Engel sein, der mich begleitet? mein Unstern oder, der mich irreleitet?
Mein Glück? mein Unglück? o! mein Fluch? mein Segen? ein dunkles Müssen treibt mich dir entgegen!
Ich fühl, mein Leben liegt in deinen Händen … wirst du zu Freude mir, zu Qual es wenden?!
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Interpretation
Das Gedicht "Wirst du ein Engel sein..." von Cäsar Flaischlen beschäftigt sich mit den ambivalenten Gefühlen und Hoffnungen, die eine Person gegenüber einem anderen Menschen hegt. Der Sprecher fragt sich, ob diese Person ein Engel sein wird, der ihn begleitet, oder ob sie ein Unglücksstern sein wird, der ihn in die Irre führt. Diese Zweideutigkeit spiegelt die Unsicherheit und die Ambivalenz wider, die oft mit der Nähe zu einer anderen Person einhergehen. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht die Ambivalenz noch stärker. Der Sprecher fragt sich, ob diese Person sein Glück oder sein Unglück, sein Fluch oder sein Segen sein wird. Die Zeile "ein dunkles Müssen treibt mich dir entgegen" deutet darauf hin, dass der Sprecher von einer unerklärlichen Kraft angetrieben wird, sich dieser Person zu nähern, obwohl er sich der möglichen Konsequenzen nicht sicher ist. Diese Zeile verleiht dem Gedicht eine gewisse Dramatik und Intensität. Im letzten Teil des Gedichts kommt die Verletzlichkeit des Sprechers zum Ausdruck. Er sagt: "Ich fühl, mein Leben liegt in deinen Händen", was zeigt, dass er sich der Macht bewusst ist, die diese Person über ihn hat. Die abschließende Frage "wirst du zu Freude mir, zu Qual es wenden?!" verdeutlicht die Hoffnung und die Angst des Sprechers, dass diese Person entweder zu einer Quelle der Freude oder zu einer Quelle des Leids in seinem Leben werden könnte. Das Gedicht endet mit dieser offenen Frage, die den Leser zum Nachdenken über die Komplexität menschlicher Beziehungen anregt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Ausruf
- o! mein Fluch? mein Segen?
- Frage
- Wirst du ein Engel sein, der mich begleitet? mein Unstern oder, der mich irreleitet?
- Gegensatzpaar
- zu Freude mir, zu Qual es wenden
- Hyperbel
- Ich fühl, mein Leben liegt in deinen Händen
- Metapher
- mein Unstern
- Personifikation
- ein dunkles Müssen treibt mich dir entgegen
- Rhetorische Frage
- Mein Glück? mein Unglück? o! mein Fluch? mein Segen?