Wird die Welt ein altes Wrack

Max Dauthendey

1925

Jetzt kommt der Herbst mit langem Bein Und zieht die Wolken an der Lein, Er stampft die grünen Lauben ein, Mein Schatz, der schließt die Fensterlein.

Schatz, wird die Welt ein altes Wrack, Lieb′ schützt uns vor dem Wolkenpack. Hast du mein Herz in Tasch und Sack, So macht der Herbst nur naß den Frack.

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Illustration zu Wird die Welt ein altes Wrack

Interpretation

Das Gedicht "Wird die Welt ein altes Wrack" von Max Dauthendey thematisiert den Einzug des Herbstes als eine bedrohliche und zerstörerische Kraft. Der Herbst wird als eine gewaltige Gestalt mit "langem Bein" personifiziert, die die Welt verwüstet und die Natur verändert. Die Bilder von Wolken, Lauben und Fenstern schaffen eine melancholische Atmosphäre, die den Verfall und die Vergänglichkeit der Jahreszeiten symbolisiert. Der Herbst wird als eine zerstörerische Kraft dargestellt, die die Welt in ein "altes Wrack" verwandeln könnte. Der Sprecher fragt sich, ob die Liebe in der Lage sein wird, sie vor diesem "Wolkenpack" zu schützen. Die Liebe wird als ein Schutz gegen die zerstörerische Kraft des Herbstes dargestellt, der in der Lage ist, den Sprecher und seinen Schatz vor dem Verfall zu bewahren. Das Gedicht endet mit einer optimistischen Note, da der Sprecher sagt, dass er das Herz seines Schatzes in seiner Tasche trägt. Dies symbolisiert die tiefe Verbundenheit und den Schutz, den die Liebe bietet. Der Herbst mag den Frack des Sprechers nass machen, aber die Liebe wird sie vor dem Verfall und der Zerstörung bewahren.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
stampft die grünen Lauben ein
Metapher
So macht der Herbst nur naß den Frack
Personifikation
Jetzt kommt der Herbst mit langem Bein