Wir gehen vorüber
1890Wir gehen vorüber, Die Hand am Geländer, Wo Du Abschied nimmst. Es wird Frühling. Kehre wieder! Einmal Sahst Du mich an.
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Interpretation
Das Gedicht "Wir gehen vorüber" von Walter Hasenclever handelt von einer flüchtigen Begegnung und dem Abschied zweier Personen. Der Sprecher beschreibt, wie er und die angesprochene Person an einem Geländer vorbeigehen, an dem der Abschied genommen wird. Der Frühlingsbeginn symbolisiert den Neuanfang und die Hoffnung auf eine Wiederkehr. Die Wiederholung des Wortes "einmal" in der letzten Strophe betont die Einmaligkeit und Vergänglichkeit des Moments, in dem die angesprochene Person den Sprecher ansah. Dieser kurze Blickkontakt scheint für den Sprecher von großer Bedeutung zu sein, da er sich an ihn erinnert und ihn als etwas Besonderes hervorhebt. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung, da der Abschied unausweichlich ist und die Wiederkehr ungewiss bleibt. Der Sprecher scheint eine tiefe Sehnsucht nach der angesprochenen Person zu empfinden und hofft auf eine mögliche Wiederbegegnung in der Zukunft. Die Schönheit und Vergänglichkeit des Moments werden durch die Frühlingsmetapher und die Betonung des einmaligen Blickkontakts unterstrichen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Wo Du Abschied nimmst
- Enjambement
- Einmal Siehst Du mich an
- Imperativ
- Kehre wieder!
- Metapher
- Die Hand am Geländer