Wir bleiben alle Kinder
1808Und wird die Welt auch noch so alt, Der Mensch, er bleibt ein Kind! Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt, Wie eben Kinder sind!
Wann alles erst in klein zerstückt Und nichts mehr zu verderben, So stucht er wieder - neubeglückt - Und spielt dann mit den Scherben!
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Interpretation
Das Gedicht "Wir bleiben alle Kinder" von Franz Carl Spitzweg behandelt die Idee, dass der Mensch, unabhängig von seinem Alter, in seinem Wesen immer ein Kind bleibt. Es zeigt, wie Menschen, ähnlich wie Kinder, ihre "Spielzeuge" oder Errungenschaften mit Gewalt zerstören können, ohne die Konsequenzen vollständig zu bedenken. Dieses zerstörerische Verhalten wird als natürlicher Teil der menschlichen Natur dargestellt. Das Gedicht beschreibt weiter, wie der Mensch, nachdem er alles in kleine Stücke zerstört und nichts mehr zu zerstören übrig ist, wieder neu beginnt und mit den Scherben spielt. Dies symbolisiert die menschliche Fähigkeit zur Regeneration und zum Neubeginn, selbst nach großen Verlusten oder Zerstörungen. Der Mensch findet Freude und Befriedigung darin, aus den Ruinen etwas Neues zu schaffen. Letztendlich vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und Resilienz. Es legt nahe, dass der Mensch, obwohl er zerstörerisch sein kann, auch die Fähigkeit besitzt, sich neu zu erfinden und aus den Scherben seiner Vergangenheit etwas Schönes zu gestalten. Die kindliche Natur des Menschen wird als Quelle der Kreativität und des unermüdlichen Strebens nach Neuem dargestellt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- zerstückt / zerschlägt
- Bildlichkeit
- Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt
- Kontrast
- Und wird die Welt auch noch so alt, Der Mensch, er bleibt ein Kind!
- Metapher
- Der Mensch, er bleibt ein Kind!
- Personifikation
- Und wird die Welt auch noch so alt
- Vergleich
- Wie eben Kinder sind!