Winterwärts
1912Eben noch goldiger Maienglanz Heute schon fallender Blätter Tanz. Müde senkt sich der welke Mohn Leise taumeln die Flocken schon. Und ein großes Schweigen Hüllt die Welten ein. Tod mit seiner Geigen Schreitet auf dem Rain.
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Interpretation
Das Gedicht "Winterwards" von Georg Heym beschreibt den Übergang vom Herbst zum Winter. Es beginnt mit einem Kontrast zwischen der Vergangenheit, die noch von goldenem Maienglanz geprägt war, und der Gegenwart, in der die Blätter tanzen und fallen. Der welke Mohn senkt sich müde, und leise taumeln bereits die Flocken, was auf den bevorstehenden Schneefall hindeutet. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der Melancholie und des Übergangs, während die Natur sich auf den Winter vorbereitet. Die Stille und das große Schweigen, das die Welten umhüllt, verstärken die Atmosphäre der Ruhe und des bevorstehenden Wandels. Der Tod, personifiziert mit seiner Geige, schreitet auf dem Rain, was die Endgültigkeit und den unausweichlichen Lauf der Zeit symbolisiert. Die Verwendung von Bildern wie dem welken Mohn und den fallenden Blättern unterstreicht die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit des Übergangs in eine neue Jahreszeit. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine nachdenkliche Stimmung, die den Leser dazu einlädt, über die Vergänglichkeit der Zeit und die Zyklen der Natur nachzudenken. Es ist eine poetische Reflexion über den Wandel der Jahreszeiten und die unaufhaltsame Bewegung hin zum Winter, die sowohl eine physische als auch eine metaphorische Bedeutung haben kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Eben noch goldiger Maienglanz
- Bildsprache
- Heute schon fallender Blätter Tanz
- Kontrast
- Eben noch goldiger Maienglanz / Heute schon fallender Blätter Tanz
- Metapher
- Tod mit seiner Geigen
- Personifikation
- Tod mit seiner Geigen / Schreitet auf dem Rain