Wie selig irrt der Mensch...

Daniel Czepko von Reigersfeld

1932

Wie selig irrt der Mensch, der seinen Irrtum kennt und sieht, wie hell aus ihm, das Licht der Wahrheit brennt.

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Interpretation

Das Gedicht "Wie selig irrt der Mensch..." von Daniel Czepko von Reigersfeld beschreibt die paradoxe Seligkeit, die darin liegt, seinen Irrtum zu erkennen und zu akzeptieren. Der Sprecher preist den Menschen, der sich seiner Fehlbarkeit bewusst ist und dabei die Wahrheit erkennen kann. Der erste Vers führt die Metapher des "Irrtums" ein, die im zweiten Vers konkretisiert wird. Der Mensch, der seinen Irrtum kennt, ist nicht naiv oder unwissend, sondern hat die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstkritik. Er erkennt seine eigenen Grenzen und Fehler. Im dritten Vers wird die Metapher des "Lichts der Wahrheit" eingeführt, das aus dem Irrtum hervorbrennt. Dies deutet darauf hin, dass der Irrtum selbst die Grundlage für die Erkenntnis der Wahrheit bildet. Erst durch das Scheitern und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten kann man zu einem tieferen Verständnis der Welt gelangen. Der letzte Vers schließt den Gedankengang ab, indem er die Seligkeit des Menschen betont, der seinen Irrtum erkennt und dadurch die Wahrheit erkennen kann. Diese Seligkeit entsteht nicht aus der Abwesenheit von Fehlern, sondern aus der Fähigkeit, diese zu erkennen und daraus zu lernen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Ironie
Wie selig irrt der Mensch
Metapher
das Licht der Wahrheit brennt
Personifikation
der Mensch, der seinen Irrtum kennt