Wie der Adler vor dem Donner nicht erzittert und erblaßt...
unknownWie der Adler vor dem Donner nicht erzittert und erblaßt; Also ist der Tod den Frommen ein höchst angenehmer Gast. Er erzittert nicht vor ihm; er erschrickt nicht vor der Hölle: Er betritt mit Freudigkeit die gewünschte Grabes-Schwelle.
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Interpretation
Das Gedicht "Wie der Adler vor dem Donner nicht erzittert und erblaßt" von Sidonia Hedwig Zäunemann vergleicht den Tod mit einem Gewitter und den Frommen mit einem Adler. Der Adler, ein Symbol für Stärke und Unerschrockenheit, zittert nicht vor dem Donner, genauso wenig wie die Frommen vor dem Tod. Der Tod wird als "höchst angenehmer Gast" beschrieben, was darauf hindeutet, dass er für die Frommen eine willkommene Erleichterung oder Erlösung darstellt. In den folgenden Zeilen wird die Furchtlosigkeit der Frommen vor dem Tod weiter betont. Sie "erzittert nicht vor ihm" und "erschrickt nicht vor der Hölle". Dies deutet darauf hin, dass die Frommen, aufgrund ihres Glaubens und ihrer Tugend, keine Angst vor dem Jenseits oder vor der Hölle haben. Stattdessen betreten sie "mit Freudigkeit die gewünschte Grabes-Schwelle", was darauf hindeutet, dass sie den Tod als Übergang zu einem besseren Leben oder einer höheren Existenzebene betrachten. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes in Bezug auf den Tod. Es suggeriert, dass der Tod, obwohl er oft als beängstigend und ungewiss angesehen wird, für die Frommen eine positive und willkommene Erfahrung sein kann. Die Verwendung des Adlers als Metapher unterstreicht die Idee der Stärke und Unerschrockenheit im Angesicht des Todes.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- höchst angenehmer Gast
- Metapher
- Wie der Adler vor dem Donner nicht erzittert und erblaßt
- Personifikation
- Er betritt mit Freudigkeit die gewünschte Grabes-Schwelle
- Vergleich
- Also ist der Tod den Frommen ein höchst angenehmer Gast