Widmung
1664Der WolEdlen/ Gestrengen/ Ehr- vnd Tugentsamen Frawen EVÆ gebohrnen Pezoltin/ Frawen auff Schönborn vnd Zissendorff. So wol auch Denen Ehrbaren/ vnd Vieltugendsamen Frawen MARIÆ Rißmannin/ Des WolEhrwürdigen vnd Hochgelahrten Herren M. MICHAELIS EDERI vielgeliebten Ehefrawen. MARIÆ Richterin/ des auch WolEhrwürdigen Herren M. PAULI GRYPHII vielgeliebten Ehefrawen. ANNÆ Greyffin/ des Ehrenfesten Herrn George Carsens vielgeliebten Haußfrawen. seinen sonders hochgeehrten Frawen/ Mutter/ Muhmen vnd Schwester.
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Interpretation
Das Gedicht "Widmung" von Andreas Gryphius ist eine Hommage an mehrere Frauen, die dem Dichter nahestehen. Die Widmung richtet sich an die "WolEdle/n Gestrengen/ Ehr- vnd Tugentsamen Frawen EVÆ", geborene Pezoltin, sowie an weitere Frauen wie Mariæ Rißmannin, Mariæ Richterin und Annæ Greyffin. Diese Frauen werden als tugendhaft, ehrbar und vielgeliebt beschrieben und stehen in enger Verbindung zu bedeutenden Männern ihrer Zeit. Die Struktur des Gedichts spiegelt die Hierarchie und den Respekt wider, den Gryphius diesen Frauen entgegenbringt. Durch die Verwendung von Titeln und Beinamen wie "WolEdle/n Gestrengen" und "Hochgelahrten Herren" wird die Bedeutung und der Status der gewidmeten Personen betont. Die Erwähnung ihrer familiären Bindungen, wie "Ehefrawen" und "Haußfrawen", unterstreicht die persönliche Nähe und den Respekt, den Gryphius ihnen entgegenbringt. Die Widmung dient nicht nur als Ausdruck der Verehrung, sondern auch als Anerkennung der Rolle dieser Frauen in der Gesellschaft und im Leben des Dichters. Gryphius würdigt ihre Tugendhaftigkeit, Intelligenz und ihren Einfluss, was in der damaligen Zeit eine besondere Anerkennung für Frauen darstellte. Das Gedicht ist somit ein Zeugnis der Wertschätzung und des Respekts, den Gryphius diesen Frauen entgegenbringt, und hebt ihre Bedeutung in seinem persönlichen und sozialen Umfeld hervor.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Der WolEdeln/ Gestrengen/ Ehr- vnd Tugentsamen Frawen
- Hyperbel
- seinen sonders hochgeehrten Frawen/ Mutter/ Muhmen vnd Schwester
- Parallelismus
- So wol auch Denen Ehrbaren/ vnd Vieltugendsamen Frawen
- Personifikation
- Der WolEdeln/ Gestrengen/ Ehr- vnd Tugentsamen Frawen