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Otto Julius Bierbaum

1868

Sie sprach: Hernach! Er flog - Sie trog.

Er sprach: Ich möchte! (O Schmach - Der Schlechte!) Sie lachte. Ich auch! (Der Achte Im Bauch!) Es passen Die beiden Sehr gut Zusammen! Was hassen Und neiden? Jung Blut Muß rammen! Denn los! Famos! Sie nicken Und neigen, Und ficken Und schweigen. Und krachen dir auch die Weichen: Geh hin und tue desgleichen!

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Interpretation

Das Gedicht "Werbung" von Otto Julius Bierbaum beschreibt eine sexuelle Begegnung, die von Täuschung und Verrat geprägt ist. Die erste Strophe zeigt eine Frau, die einem Mann nach dem Geschlechtsakt sagt, er solle gehen, während er noch da ist. Dies deutet darauf hin, dass die Frau ihn angelogen hat, um ihn ins Bett zu bekommen. Die zweite Strophe zeigt die Reaktion des Mannes auf die Täuschung. Er ist empört und beschämt, dass er von einer "schlechten" Frau benutzt wurde. Die Frau lacht über seine Reaktion, was darauf hindeutet, dass sie sich über ihn lustig macht. Der Mann fühlt sich betrogen und verletzt, was sich in der Wiederholung des Wortes "ich auch" zeigt. Die dritte Strophe beschreibt die sexuelle Begegnung selbst. Die beiden Partner passen gut zusammen, aber es gibt auch Hass und Neid. Die Zeile "Jung Blut muß rammen" deutet darauf hin, dass der Mann jung und unerfahren ist, während die Frau erfahrener ist. Die letzten Zeilen des Gedichts fordern den Leser auf, das Gleiche zu tun, was darauf hindeutet, dass der Autor die sexuelle Begegnung als etwas Positives und Ermutigendes betrachtet.

Schlüsselwörter

sprach hernach flog trog möchte schmach schlechte lachte

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Stilmittel

Alliteration
Sie nicken und neigen, und ficken und schweigen.
Anapher
Sie sprach: Hernach! Er flog - Sie trog.
Befehl
Geh hin und tue desgleichen!
Kontrast
Sie lachte. Ich auch!
Metapher
Jung Blut muß rammen!
Rhythmus
Und krachen dir auch die Weichen: Geh hin und tue desgleichen!