Werben
1894Geheimnis bogt das Tor Erde Himmel Harren! Harren! Auf schließt dein Blick! Blend Wirrt und greift Und tastet Krampf in leeren Händen. Dein Lächeln wehrt. Verschlossen blickt das Tor. Mein Harren harrt Und Gott und Himmel pochen!
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Interpretation
Das Gedicht "Werben" von August Stramm thematisiert die Sehnsucht und das Verlangen eines Liebenden, der um die Gunst seiner Angebeteten wirbt. Das Gedicht beginnt mit der Metapher eines sich öffnenden Tores, das die Möglichkeit einer Begegnung zwischen Erde und Himmel symbolisiert. Der Liebende befindet sich in einem Zustand des "Harrens", des Wartens und Hoffens auf eine positive Antwort. Die zweite Strophe beschreibt die Intensität der Gefühle des Liebenden. Sein Blick ist auf die Angebetete gerichtet, die ihn blendet und verwirrt. Er tastet nach ihr, aber seine Hände bleiben leer, was die Unerreichbarkeit seiner Geliebten symbolisiert. Das Lächeln der Angebeteten wehrt ab, das Tor bleibt verschlossen und der Liebende muss weiterhin warten. In der letzten Strophe erreicht das Gedicht einen Höhepunkt. Das "Harren" des Liebenden wird zu einem Zustand des Wartens auf das Warten selbst. Die letzten Zeilen "Und Gott und Himmel pochen!" vermitteln die Intensität der Emotionen und die tiefe Verbundenheit des Liebenden mit seiner Angebeteten. Das Gedicht endet mit einem Ausdruck der Hoffnung und der Sehnsucht nach einer erfüllten Liebe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Geheimnis bogt das Tor
- Anapher
- Harren! Harren!
- Apostrophe
- Auf schließt dein Blick!
- Metapher
- Geheimnis bogt das Tor
- Personifikation
- Gott und Himmel pochen
- Symbolik
- Erde Himmel
- Wortstellung
- Verschlossen blickt das Tor