Wer Liebe meiden will
1699Wer Liebe meiden will/ dem sey der Mund geschlossen: Sie spielt sich bey uns ein durch Schwätzen/ Spiel und Possen.
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Interpretation
Das Gedicht "Wer Liebe meiden will" von Hans Aßmann Freiherr von Abschatz thematisiert die Unvermeidbarkeit der Liebe und wie sie in unser Leben tritt, oft unerwartet und durch scheinbar belanglose Interaktionen. Der Autor nutzt eine direkte Ansprache, um seine Botschaft zu vermitteln, indem er demjenigen, der die Liebe vermeiden möchte, rät, den Mund zu schließen. Dies impliziert, dass durch Worte und Gespräche die Liebe unweigerlich in unser Leben tritt. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht, dass die Liebe durch "Schwätzen, Spiel und Possen" zu uns kommt. Diese Elemente stehen für die alltäglichen, oft als trivial empfundenen Interaktionen, die jedoch das Potenzial haben, tiefere emotionale Bindungen zu schaffen. Der Autor deutet an, dass selbst in Momenten der Leichtigkeit und des Scherzes die Liebe lauern kann, bereit, sich einzuschleichen und das Herz zu erobern. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine resignative, aber auch humorvolle Einsicht in die menschliche Natur und die Unvermeidbarkeit der Liebe. Es legt nahe, dass der Versuch, der Liebe aus dem Weg zu gehen, vergeblich ist, da sie ein integraler Bestandteil des menschlichen Erlebens ist, der sich durch unsere alltäglichen Handlungen und Worte manifestiert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schwätzen/ Spiel und Possen
- Metapher
- Wer Liebe meiden will/ dem sey der Mund geschlossen