Wer denn?

Christian Morgenstern

1871

Ich gehe tausend Jahre um einen kleinen Teich, und jedes meiner Haare bleibt sich im Wesen gleich,

im Wesen wie im Guten, das ist doch alles eins; so mag uns Gott behuten in dieser Welt des Scheins!

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Interpretation

Das Gedicht "Wer denn?" von Christian Morgenstern handelt von der Beständigkeit und Unveränderlichkeit des eigenen Wesens. Der Sprecher geht tausend Jahre lang in einen kleinen Teich, doch bleibt jedes seiner Haare im Wesen gleich. Dies deutet darauf hin, dass der Mensch trotz aller äußeren Einflüsse und Veränderungen in seiner Umgebung im Inneren gleichbleibt. Der zweite Teil des Gedichts betont die Bedeutung des "Guten" und die Einheit aller Wesen. Das Gute wird als etwas Einheitliches dargestellt, das alle Menschen verbindet. Der Sprecher wünscht sich, dass Gott sie in dieser Welt des Scheins behüte. Dies kann als eine Sehnsucht nach Stabilität und Schutz in einer Welt voller Täuschungen und Unwirklichkeiten interpretiert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Beständigkeit und Einheit in einer scheinbaren Welt des Wandels. Es ermutigt den Leser, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht von äußeren Einflüssen beeinflussen zu lassen. Das Gedicht lädt dazu ein, die eigene Identität zu bewahren und sich auf das Gute zu konzentrieren, das alle Menschen verbindet.

Schlüsselwörter

wesen gehe tausend jahre kleinen teich jedes haare

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
im Wesen wie im Guten
Apostrophe
so mag uns Gott behuten
Hyperbel
Ich gehe tausend Jahre
Kontrast
in dieser Welt des Scheins
Metapher
jedes meiner Haare bleibt sich im Wesen gleich
Parallelismus
im Wesen wie im Guten, das ist doch alles eins
Symbolik
einen kleinen Teich