Wenn ich dereinst
1832Wenn ich dereinst ganz alt und schwach, Und’s ist mal ein milder Sommertag, So hink ich wohl aus dem kleinen Haus Bis unter den Lindenbaum hinaus. Da setz ich mich denn im Sonnenschein Einsam und still auf die Bank von Stein, Denk an vergangene Zeiten zurücke Und schreibe mit meiner alten Krücke Und mit der alten zitternden Hand So vor mir in den Sand.
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Interpretation
Das Gedicht "Wenn ich dereinst" von Wilhelm Busch handelt von der Vorstellung eines alten Menschen, der sich an einem milden Sommertag unter einen Lindenbaum setzt. Der Sprecher beschreibt, wie er aus seinem kleinen Haus hinkt und sich auf eine steinerne Bank im Sonnenschein setzt. Dort verbringt er einsam und still seine Zeit, während er an vergangene Zeiten zurückdenkt. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der Ruhe und des Nachdenkens über das eigene Leben. Die Verwendung von einfachen und bildhaften Sprachmitteln verstärkt die Intimität des Gedichts. Die Beschreibung des alten Menschen, der mit seiner Krücke und zitternden Hand im Sand schreibt, symbolisiert möglicherweise das Festhalten an Erinnerungen und das Verlangen, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Die Linden als Ort der Zuflucht und des Rückzugs könnten auch für eine Verbindung zur Natur und zur Vergänglichkeit stehen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung, die den Leser zum Nachdenken über das eigene Altern und die Vergänglichkeit des Lebens anregt. Wilhelm Busch gelingt es, durch die einfache Sprache und die eindringlichen Bilder eine tiefe emotionale Wirkung zu erzielen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wenn ich dereinst ganz alt und schwach
- Bildsprache
- So hink ich wohl aus dem kleinen Haus
- Enjambement
- Und's ist mal ein milder Sommertag, So hink ich wohl aus dem kleinen Haus
- Metapher
- Bis unter den Lindenbaum hinaus
- Personifikation
- Denk an vergangene Zeiten zurücke
- Symbolik
- Und mit der alten zitternden Hand