Wenn ich auf dem Lager

Heinrich Heine

1797

Wenn ich auf dem Lager liege, In Nacht und Kissen gehüllt, So schwebt mir vor ein süßes, Anmutig liebes Bild.

Wenn mir der stille Schlummer Geschlossen die Augen kaum, So schleicht das Bild sich leise Hinein in meinen Traum.

Doch mit dem Traum des Morgens Zerinnt es nimmermehr; Dann trag ich es im Herzen Den ganzen Tag umher.

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Illustration zu Wenn ich auf dem Lager

Interpretation

Das Gedicht "Wenn ich auf dem Lager" von Heinrich Heine handelt von der Sehnsucht nach einem geliebten Menschen. Der Sprecher beschreibt, wie er in der Nacht von einem süßen und anmutigen Bild träumt, das ihn begleitet und tröstet. Dieses Bild ist so lebendig und real, dass es auch im wachen Zustand weiterhin im Herzen des Sprechers präsent ist. Das Gedicht ist in drei Strophen gegliedert, die jeweils einen anderen Aspekt der Sehnsucht beleuchten. Die erste Strophe beschreibt das Bild, das dem Sprecher vor dem Einschlafen erscheint. Es ist süß und anmutig, und der Sprecher sehnt sich danach, es in seiner ganzen Schönheit zu sehen. Die zweite Strophe beschreibt den Traum, in dem das Bild lebendig wird und den Sprecher begleitet. Der Traum ist so intensiv, dass er auch nach dem Aufwachen noch im Herzen des Sprechers weiterlebt. Die dritte Strophe beschreibt, wie der Sprecher das Bild den ganzen Tag über bei sich trägt und sich an ihm erfreut. Das Gedicht ist ein typisches Beispiel für die romantische Lyrik, die sich durch ihre emotionale Intensität und ihre Betonung der subjektiven Erfahrung auszeichnet. Heine verwendet dabei eine einfache und klare Sprache, die die Gefühle des Sprechers direkt und unmittelbar zum Ausdruck bringt. Das Gedicht ist ein zeitloses Zeugnis der menschlichen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildlichkeit
So schwebt mir vor ein süßes, Anmutig liebes Bild
Hyperbel
Dann trag ich es im Herzen Den ganzen Tag umher
Kontrast
Wenn mir der stille Schlummer Geschlossen die Augen kaum, So schleicht das Bild sich leise Hinein in meinen Traum
Metapher
Wenn ich auf dem Lager liege, In Nacht und Kissen gehüllt
Personifikation
Wenn mir der stille Schlummer Geschlossen die Augen kaum
Symbolik
Doch mit dem Traum des Morgens Zerinnt es nimmermehr