Wenn du zu den Blumen gehst
1830Wenn du zu den Blumen gehst, pflücke die schönsten, dich zu schmücken. Ach, wenn du in dem Gärtlein stehst, müßtest du dich selber pflücken.
Alle Blumen wissen ja, daß du hold bist ohne gleichen. Und die Blume, die dich sah Farb’ und Schmuck muß ihr erbleichen. Wenn du zu den Blumen gehst, pflücke die schönsten, dich zu schmücken.
Ach, wenn du in dem Gärtlein stehst, müßtest du dich selber pflücken. Lieblicher als Rosen sind die Küsse, die dein Mund verschwendet, weil der Reiz der Blumen endet, wo dein Liebreiz erst beginnt.
Wenn du zu den Blumen gehst, pflücke die schönsten, dich zu schmücken. Ach, wenn du in dem Gärtlein stehst, müßtest du dich selber pflücken.
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Interpretation
Das Gedicht "Wenn du zu den Blumen gehst" von Paul Heyse ist ein Loblied auf die Schönheit und Anmut einer Frau. Es vergleicht die natürliche Schönheit der Blumen mit der überwältigenden Anziehungskraft der Frau, die in einem Garten steht. Die Blumen werden als weniger schön dargestellt, da sie im Vergleich zu ihr verblassen. Die Wiederholung des ersten und letzten Verses unterstreicht die zentrale Botschaft des Gedichts: Die Frau selbst ist die schönste Blume, die es zu pflücken gilt. Ihre Schönheit übertrifft die aller Blumen, und ihre Küsse sind begehrenswerter als Rosen. Der Autor drückt seine Bewunderung für die Frau aus, indem er ihre Schönheit mit der vergänglichen Schönheit der Blumen kontrastiert. Das Gedicht vermittelt eine romantische und poetische Stimmung, in der die Frau als Inbegriff der Schönheit und Anmut dargestellt wird. Die Verwendung von Naturmetaphern verstärkt die Vorstellung von ihrer natürlichen und unübertroffenen Schönheit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Lieblicher als Rosen sind die Küsse, die dein Mund verschwendet
- Kontrast
- Ach, wenn du in dem Gärtlein stehst, müßtest du dich selber pflücken
- Metapher
- Alle Blumen wissen ja, daß du hold bist ohne gleichen
- Personifikation
- Alle Blumen wissen ja, daß du hold bist ohne gleichen
- Wiederholung
- Wenn du zu den Blumen gehst, pflücke die schönsten, dich zu schmücken