Wenn der Mond groß ist
1925Wenn es Abend wird, fällt mir dein Lächeln ein, Schwarzer Engel, der meine Träume umnachtet.
Im Herbst saßen wir oft auf den Bänken am Strom, Stille Kinder, in der abendlichen Sonne.
Wenn dann deine Hand zärtlich über mein Haar strich, O wie freute sich da die Seele.
Seitdem sind traurige Jahre vergangen, Ängste und Wahnsinn, zerfallene Abende.
Wenn der Mond groß ist, betet mein bleicher Schatten In deinem Zimmer verlorene Tänze.
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Interpretation
Das Gedicht "Wenn der Mond groß ist" von Francisca Stoecklin handelt von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe und der Erinnerung an schöne Momente, die mit dieser Person geteilt wurden. Die Protagonistin erinnert sich an die Zeit, als sie mit ihrem "schwarzen Engel" auf den Bänken am Strom saßen und die abendliche Sonne genossen. Die Berührung seiner Hand über ihrem Haar bereitete ihr große Freude. Seitdem sind jedoch traurige Jahre vergangen, geprägt von Ängsten, Wahnsinn und zerfallenen Abenden. Die Protagonistin scheint in einer dunklen Phase ihres Lebens zu stecken, aus der sie sich nicht befreien kann. Sie sehnt sich nach der verlorenen Liebe und den schönen Momenten, die sie mit ihrem "schwarzen Engel" geteilt hat. Wenn der Mond groß ist, betet ihr bleicher Schatten in seinem Zimmer verlorene Tänze. Dies deutet darauf hin, dass die Protagonistin in der Gegenwart ihres verlorenen Geliebten Trost und Hoffnung findet. Die Erinnerung an die gemeinsamen Tänze gibt ihr Kraft und lässt sie für einen Moment den Schmerz und die Trauer vergessen. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Sehnsucht nach der verlorenen Liebe und der Hoffnung, dass die Erinnerungen an die schönen Momente die Protagonistin durch die dunklen Zeiten tragen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- betet mein bleicher Schatten
- Bildsprache
- Im Herbst saßen wir oft auf den Bänken am Strom
- Kontrast
- Seitdem sind traurige Jahre vergangen, Ängste und Wahnsinn, zerfallene Abende
- Metapher
- Schwarzer Engel, der meine Träume umnachtet
- Personifikation
- wie freute sich da die Seele
- Symbolik
- Wenn der Mond groß ist