Weltwehe
1915Nichts Nichts Nichts Haucht Nichts Hauchen Nichts Hauch Wägen Wägen wegen Wegen regen Stauen Lauen Weben schweben wallen ballen Warmen Biegen bogen Wärmen Drehen drehen Dunsten Streifen glimmen Fachen Hitzen Glühen Wellen Sieden brodeln rauschen brausen Züngeln springen Flammen spritzen Platzen Knattern knallen krachen Tausend Null Null Null Tausend Null Milliarden Null Null Null Weißen Lichten Kreisen kreisen Bahnen Fliegen Kreisen kreisen Rollen Kugeln Kugeln kugeln Glatten Kugeln Platten Kugeln Kreisen Kugeln Dichten schichten wichten walzen wälzen Festen Kreisen Pressen Kugeln Schmieden Kreisen Kernen Kugeln Kern. Halten fassen kraften schwingen Ruhen reißen sprengen Heben senken falten Schieben wogen Starren Heißen Beben Schweißen Beben Leben Atmen Leben Leben leben Zeugen Bären Leben leben Blühen Wachsen Leben leben Brennen Starken Marken Rollen rollen Leuchten trocknen feuchten lichten Streben ranken Tönen Ringen Kämpfen Ringen Ringen Können Wollen Können Schwanken Können Wollen Blühen Wollen Rollen Können Kranken Placken racken ächzen Rollen Wollen Lallen Wollen wollen Ranken Wollen wollen Rollen Drehen wehen rollen Wollen wollen Stürmen wollen Drehen Matten Wollen Matten Rollen drehen Wehen wehen Wollen Kreisen Engen Kreisen Engen Schwanken Wanken Zittern Schwingen Wiegen kreisen engen lockern Trudeln krudeln Trudeln Schlacken Lockern Schlacken Bröckeln Aschen Trollen trollen Aschen Trollen trollen Sollen Wollen Stocken reißen Sacken rasen Rasen Sprengen Platzen Schmettern Stäuben stäuben stäuben Schweben Weben Wallen Weben Fallen Wegen Reigen Wolken Schleichen Flaken Weiten Flaken Wachten Steinen Nachten Nebeln Nachten Weiten Nachten nachten Losen Nachten nachten Lösen Nachten nachten Raumen Nachten nachten Zeiten Nachten Weiten raumen zeiten Nachten Zeiten zeiten Nachten Zeiten Nachten Weiten Weiten Nichts Nichts Nichts Nichts.
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Interpretation
Das Gedicht "Weltwehe" von August Stramm beschreibt eine chaotische und zerstörerische Welt, in der nichts Bestand hat. Durch die Wiederholung von Wörtern wie "Nichts" und "Null" wird die Leere und Bedeutungslosigkeit betont. Die Welt wird als ein Ort des unaufhörlichen Wandels und der Bewegung dargestellt, in dem alles in ständiger Bewegung ist und sich verändert. Die Sprache des Gedichts ist geprägt von einer Reihe von Verben, die verschiedene Handlungen und Bewegungen beschreiben, wie "wälzen", "drücken", "schmieden", "leben", "atmen", "kämpfen" und "sterben". Diese Verben werden oft wiederholt und in verschiedenen Formen verwendet, um die unaufhörliche Bewegung und Veränderung zu betonen. Das Gedicht endet mit der Wiederholung von "Nichts", was die Leere und Bedeutungslosigkeit der Welt unterstreicht. Die Welt wird als ein Ort des Chaos und der Zerstörung dargestellt, in dem nichts Bestand hat und alles in ständiger Bewegung ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Zeiten zeiten
- Anapher
- Nachten nachten
- Asyndeton
- Weißen Lichten Kreisen kreisen Bahnen Fliegen Kreisen kreisen Rollen Kugeln Kugeln kugeln Glatten Kugeln Platten Kugeln Kreisen Kugeln Dichten schichten wichten walzen wälzen Festen Kreisen Pressen Kugeln Schmieden Kreisen Kernen Kugeln Kern. Halten fassen kraften schwingen Ruhen reißen sprengen Heben senken falten Schieben wogen Starren Heißen Beben Schweißen Beben Leben Atmen Leben Leben leben Zeugen Bären Leben leben Blühen Wachsen Leben leben Brennen Starken Marken Rollen rollen Leuchten trocknen feuchten lichten Streben ranken Tönen Ringen Kämpfen Ringen Ringen Können Wollen Können Schwanken Können Wollen Blühen Wollen Rollen Können Kranken Placken racken ächzen Rollen Wollen Lallen Wollen wollen Ranken Wollen wollen Rollen Drehen wehen rollen Wollen wollen Stürmen wollen Drehen Matten Wollen Matten Rollen drehen Wehen wehen Wollen Kreisen Engen Kreisen Engen Schwanken Wanken Zittern Schwingen Wiegen kreisen engen lockern Trudeln krudeln Trudeln Schlacken Lockern Schlacken Bröckeln Aschen Trollen trollen Aschen Trollen trollen Sollen Wollen Stocken reißen Sacken rasen Rasen Sprengen Platzen Schmettern Stäuben stäuben stäuben Schweben Weben Wallen Weben Fallen Wegen Reigen Wolken Schleichen Flaken Weiten Flaken Wachten Steinen Nachten Nebeln Nachten Weiten Nachten nachten Losen Nachten nachten Lösen Nachten nachten Raumen Nachten nachten Zeiten Nachten Weiten raumen zeiten Nachten Zeiten zeiten Nachten Zeiten Nachten Weiten Weiten Nichts Nichts Nichts Nichts
- Onomatopoesie
- Aschen
- Parallelismus
- Weiten Weiten