Wellenspiel

Peter Hille

1904

Heiteres Leuchten im braunen Gesicht, Wählig der Himmel hinrollendes Licht Prächtige Bläue so unten, so oben Singender Jubel, freudiges Toben.

Greifende Arme ins tolle Gemisch Kinder mit Flossen, zappelnder Fisch Fassen und fliehen, krähen und haschen, Taumeln und tauchen, spritzen und waschen.

Siehe der Väter verwunderlich Treiben Wissen vor Freude nirgends zu bleiben Greifende Arme ins tolle Gemisch Fassen die Kinder, fassen den Fisch.

Schauen ihr lachendes Weltwunder an Ja, so ein Vater, das ist euch ein Mann. In seinem Kinde ist nochmal sein Leben, Kann sich nun selber ja schwingen und heben.

Wie eine Sonne die selber sich scheint Einmal rosig, das andere gebräunt Wirft an das Licht sein fliegendes Wunder, Das an der Brust hält glattzackigen Flunder.

Auf grünem Gestein rotflossige Hand Goldüberrollt ins verschwimmende Land Schauen zwei Augen, Sterne stiller Freude Ins verschwindende Weite.

Lustige Väter, junge berauscht Schleudern mit Flossen ausspannender Hand Schuppenumglitzerte Kinder krähend ans Land - Mutter lauscht. So ist es, daß die Erden Von allem Wachsen schöner werden.

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Illustration zu Wellenspiel

Interpretation

Das Gedicht "Wellenspiel" von Peter Hille beschreibt eine lebendige Szene am Wasser, in der Kinder und Väter spielerisch miteinander umgehen. Die Interpretation des Gedichts könnte sich auf die Freude und das unbeschwerte Spiel der Kinder konzentrieren, die sich im Wasser tummeln und mit den Fischen interagieren. Die Väter werden als begeisterte Teilnehmer dargestellt, die ihre Kinder mit Begeisterung im Spiel unterstützen und sich selbst in diesem Moment jugendlich und lebendig fühlen. Die zweite Interpretationsebene könnte sich auf die Beziehung zwischen Vätern und Kindern konzentrieren. Das Gedicht zeigt, wie die Väter durch das Spiel mit ihren Kindern eine Verbindung zu ihrer eigenen Kindheit herstellen und sich in ihren Kindern wiedererkennen. Die Väter werden als strahlende Sonnen dargestellt, die ihre Kinder mit Liebe und Fürsorge umgeben und ihnen Sicherheit und Geborgenheit geben. Die dritte Interpretationsebene könnte sich auf die Natur und die Umgebung konzentrieren, in der das Spiel stattfindet. Das Gedicht beschreibt die Schönheit des Wassers, die Farbenpracht der Fische und die grünen Steine am Ufer. Die Natur wird als ein Ort der Freude und des Wachstums dargestellt, der die Menschen inspiriert und ihnen ein Gefühl von Verbundenheit mit der Umwelt vermittelt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Fassen und fliehen, krähen und haschen
Bildsprache
Heiteres Leuchten im braunen Gesicht
Hyperbel
Wissen vor Freude nirgends zu bleiben
Metapher
Wie eine Sonne die selber sich scheint
Onomatopoesie
krähend ans Land
Parallelismus
Fassen die Kinder, fassen den Fisch
Personifikation
Wählig der Himmel hinrollendes Licht
Symbolik
Sterne stiller Freude
Synästhesie
Grünem Gestein rotflossige Hand
Vergleich
Einmal rosig, das andere gebräunt