Weißt du, wie viel Sterne stehen

Johann Wilhelm Hey

1837

Weißt du wieviel Sterne stehen An dem blauen Himmelszelt? Weißt du wieviel Wolken gehen Weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, Daß ihm auch nicht eines fehlet An der ganzen großen Zahl.

Weißt du wieviel Mücklein spielen In der hellen Sonnenglut? Wieviel Fischlein auch sich kühlen In der hellen Wasserflut? Gott, der Herr, rief sie mit Namen Daß sie all′ ins Leben kamen Daß sie nun so fröhlich sind.

Weißt du, wieviel Kinder frühe Stehn aus ihrem Bettlein auf, Daß sie ohne Sorg und Mühe Fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen Seine Lust, Sein Wohlgefallen, Kennt auch dich und hat dich lieb.

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Interpretation

Das Gedicht "Weißt du, wie viel Sterne stehen" von Johann Wilhelm Hey ist ein christliches Kinderlied, das die Allmacht und Güte Gottes preist. Der Autor vergleicht die unzähligen Sterne am Himmel und die vielen Wolken, die über die Welt ziehen, mit den unzähligen Geschöpfen auf der Erde. Er betont, dass Gott jedes einzelne Geschöpf kennt und liebt, auch wenn es so klein und unbedeutend erscheinen mag wie eine Mücke oder ein Fischlein. In den zweiten und dritten Strophen erweitert Hey den Vergleich auf die Insekten, die in der Sonne spielen, und die Fische, die sich im Wasser abkühlen. Auch diese Geschöpfe hat Gott mit Namen gerufen und ins Leben gebracht, damit sie fröhlich sein können. Der Autor möchte damit verdeutlichen, dass Gott sich um jedes seiner Geschöpfe kümmert und ihnen ein glückliches Leben ermöglicht. In der letzten Strophe wendet sich Hey direkt an die Kinder und fragt, wie viele von ihnen jeden Morgen voller Freude und ohne Sorgen aufstehen. Auch diese Kinder kennt und liebt Gott, so wie er jedes andere Geschöpf kennt und liebt. Das Gedicht soll den Kindern vermitteln, dass sie ein Teil von Gottes großer Schöpfung sind und dass er sich um sie kümmert, so wie er sich um alle anderen Geschöpfe kümmert.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Stehn aus ihrem Bettlein auf
Anapher
Weißt du wieviel Sterne stehen Weißt du wieviel Wolken gehen Weißt du wieviel Mücklein spielen Weißt du, wieviel Kinder frühe
Bildsprache
In der hellen Sonnenglut In der hellen Wasserflut
Hyperbel
An der ganzen großen Zahl
Metapher
blauen Himmelszelt
Parallelismus
Daß ihm auch nicht eines fehlet Daß sie all′ ins Leben kamen Daß sie nun so fröhlich sind
Personifikation
Gott der Herr hat sie gezählet
Rhetorische Frage
Weißt du wieviel Sterne stehen Weißt du wieviel Wolken gehen Weißt du wieviel Mücklein spielen Weißt du, wieviel Kinder frühe