Weiße Rose
1842Weiße Rose, weiße Rose - Träumerisch Neigst du das Haupt. Weiße Rose, weiße Rose - Balde Bist du entlaubt.
Weiße Rose, weiße Rose - Dunkel Drohet der Sturm. Im Herzen heimlich - Heimlich - Naget der Wurm.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Weiße Rose" von Heinrich Seidel thematisiert die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens. Die weiße Rose, ein Symbol für Reinheit und Schönheit, wird als träumerisch und schlafend dargestellt, was ihre Unschuld und Verletzlichkeit betont. Doch bereits im zweiten Vers wird angedeutet, dass diese Schönheit vergänglich ist, da die Rose bald entlaubt sein wird. Im zweiten Strophenabschnitt wird die Rose mit einer dunklen Bedrohung konfrontiert: der Sturm, der ihre Existenz gefährdet. Gleichzeitig nagt im Verborgenen ein Wurm an ihrem Herzen, was auf innere Zerstörung und Verfall hindeutet. Diese beiden Bedrohungen verdeutlichen, dass die Rose sowohl von äußeren als auch von inneren Kräften bedroht ist. Die Wiederholung des Titels "Weiße Rose" in jeder Zeile unterstreicht die Bedeutung des Symbols und betont die Konzentration auf das Wesentliche. Die kurzen, prägnanten Verse verstärken den Eindruck von Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung, die den Leser zum Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Verfalls anregt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Drohet der Sturm
- Anapher
- Weiße Rose, weiße Rose -
- Metapher
- Naget der Wurm
- Personifikation
- Neigst du das Haupt