Weinlese
1925Nun will sich jeder gern bücken, Man trägt jetzt Butten am Rücken, Drinnen die Trauben sich drücken.
Nun schlürfe nur Süßigkeit, Und mache den Rücken recht breit, Und schleppe dein Teil heim beizeit.
Und füllst du ins Fass deinen Wein, Und bist du mal kalt und allein, - Mit dem Wein bist du immer zu zwein.
Der Wein feuert ein alte Glatzen, Macht Nachtigallen aus Spatzen Und lockt dir den Amor, den Fratzen.
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Interpretation
Das Gedicht "Weinlese" von Max Dauthendey thematisiert die Freude und den Genuss, der mit der Weinlese und dem Wein selbst einhergeht. Es beschreibt den Prozess der Traubenlese und die anschließende Herstellung des Weins, wobei der Fokus auf der gemeinschaftlichen und sinnlichen Erfahrung liegt. Im ersten Teil des Gedichts wird die Arbeit der Weinlese beschrieben, bei der jeder bereitwillig die Trauben pflückt und in Butten trägt. Die Trauben werden dabei sanft gedrückt, um ihren Saft zu gewinnen. Dieser Abschnitt vermittelt den Eindruck einer fröhlichen und arbeitsamen Gemeinschaft, die gemeinsam an der Ernte arbeitet. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Freude am Wein selbst thematisiert. Der Wein wird als Quelle von Süße und Wärme dargestellt, die auch in einsamen Momenten Gesellschaft leistet. Der Wein wird als ein treuer Begleiter beschrieben, der den Menschen auch in kalten und einsamen Zeiten Trost spendet. Im letzten Teil des Gedichts werden die positiven Auswirkungen des Weins auf die Menschen beschrieben. Der Wein wird als etwas dargestellt, das alte Menschen wieder jung und lebensfroh macht, aus gewöhnlichen Menschen Sänger macht und die Liebe und Leidenschaft entfacht. Der Wein wird als eine Art magisches Elixier beschrieben, das das Leben bereichert und die Sinne belebt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Nun will sich jeder gern bücken
- Bildsprache
- Drinnen die Trauben sich drücken
- Metapher
- Und bist du mal kalt und allein, - Mit dem Wein bist du immer zu zwein
- Personifikation
- Und macht Nachtigallen aus Spatzen
- Reimschema
- bücken - Rücken, drücken - recht breit, zwein - Fratzen