Weihnachten
1859Noch ist der Herbst nicht ganz entflohn, aber als Knecht Ruprecht schon kommt der Winter hergeschritten, und alsbald aus Schnees Mitten klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah, bunt auf uns herniedersah, weiß sind Türme, Dächer, Zweige, und das Jahr geht auf die Neige, und das schöne Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn, heute bist du uns noch fern, aber Tannen, Engel, Fahnen lassen uns den Tag schon ahnen, und wir sehen schon den Stern.
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Interpretation
Das Gedicht "Weihnachten" von Theodor Fontane beschreibt den Übergang vom Herbst zum Winter und die Ankunft der Weihnachtszeit. Es beginnt mit dem Bild des Knecht Ruprecht, der den Winter herbeiführt, begleitet vom Klang der Schlittenklingel. Die Landschaft verwandelt sich in ein weißes, winterliches Wunderland, während das Jahr seinem Ende entgegengeht. Das Gedicht thematisiert auch die Vorfreude auf Weihnachten, das Fest der Geburt des Herrn. Obwohl der Tag selbst noch fern ist, lassen die Anblicke von Tannen, Engeln und Fahnen die Menschen bereits die festliche Stimmung erahnen. Der Stern, der die Geburt Jesu ankündigte, wird bereits sichtbar und symbolisiert die Hoffnung und Freude, die Weihnachten bringt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der Vorfreude und des Übergangs. Es beschreibt den Wandel der Jahreszeiten und die Vorbereitungen auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Fontane nutzt dabei bildhafte Sprache und Metaphern, um die Leser in die winterliche Stimmung und die Vorfreude auf das Fest einzutauchen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Tag du der Geburt des Herrn
- Kontrast
- Und was jüngst noch, fern und nah, bunt auf uns herniedersah, weiß sind Türme, Dächer, Zweige
- Metapher
- und das Jahr geht auf die Neige
- Personifikation
- aber als Knecht Ruprecht schon kommt der Winter hergeschritten
- Vorausdeutung
- aber Tannen, Engel, Fahnen lassen uns den Tag schon ahnen