Weiber
1605Wer ohne Weiber künte seyn, wär frey von vielerley Beschwerden; Wer ohne Weiber wolte seyn, wär aber nicht viel nütz auff Erden.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Weiber" von Friedrich Freiherr von Logau behandelt die ambivalente Rolle der Frauen im Leben eines Mannes. Der Autor präsentiert zwei konträre Standpunkte, die die Komplexität der Beziehung zwischen den Geschlechtern widerspiegeln. Der erste Teil des Gedichts deutet an, dass das Leben ohne Frauen frei von vielen Sorgen und Beschwerden wäre, was die Herausforderungen und Schwierigkeiten andeutet, die Frauen mit sich bringen können. Im zweiten Teil wird jedoch eine gegensätzliche Perspektive eingenommen, die betont, dass ein Leben ohne Frauen wenig sinnvoll oder nützlich wäre. Diese Aussage hebt die positive und unverzichtbare Rolle hervor, die Frauen im Leben eines Mannes spielen, sei es in emotionaler, sozialer oder praktischer Hinsicht. Der Autor scheint zu suggerieren, dass trotz der Schwierigkeiten, die Frauen mit sich bringen können, ihr Fehlen das Leben erheblich beeinträchtigen würde. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine ausgewogene Sicht auf die Beziehung zwischen Männern und Frauen, die sowohl die Herausforderungen als auch den unersetzlichen Wert der weiblichen Präsenz anerkennt. Logau nutzt diese Gegenüberstellung, um die tiefe Abhängigkeit und den gegenseitigen Einfluss der Geschlechter aufeinander zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Chiasmus
- Wer ohne Weiber künde seyn, wär frey von vielerley Beschwerden; wer ohne Weiber wolte seyn, wär aber nicht viel nütz auff Erden.
- Kontrast
- Wer ohne Weiber künde seyn, wär frey von vielerley Beschwerden; wer ohne Weiber wolte seyn, wär aber nicht viel nütz auff Erden.