Was ich dir sang
1918Was ich dir sang, Bald ist’s erfüllt, Was dich durchdrang, Einmal gestillt.
Was du gesucht Bei Tag, bei Nacht, Lange verflucht, Dann ist’s vollbracht.
Abgrund wird Tal, Alles bist du. Nach deiner Wahl Fall’ ich dir zu.
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Interpretation
Das Gedicht "Was ich dir sang" von Ernst Blass beschreibt eine tiefe emotionale Verbindung und das Erfüllen eines lang ersehnten Wunsches. Die Verse drücken aus, dass das Gesungene bald Realität werden wird und das, was den Adressaten durchdrungen hat, einmal gestillt sein wird. Dies deutet auf eine starke emotionale oder spirituelle Erfahrung hin, die nun ihren Abschluss findet. Im zweiten Teil des Gedichts geht es um das lange Suchen und Fluchen, was auf eine Phase der Verzweiflung oder Frustration hindeutet. Doch dann wird verkündet, dass es vollbracht ist. Dies könnte bedeuten, dass der gesuchte Zustand oder das gewünschte Ziel endlich erreicht wurde. Die Zeilen "Abgrund wird Tal, Alles bist du" suggerieren eine Transformation, bei der etwas Tiefes und Bedrohliches zu etwas Sicherem und Weitem wird, und der Adressat zum Mittelpunkt des Lebens des Sprechers wird. Der letzte Vers "Nach deiner Wahl Fall' ich dir zu" zeigt die bedingungslose Hingabe des Sprechers. Er ist bereit, sich vollständig dem Adressaten zu überlassen, unabhängig davon, was dieser wählt. Dies unterstreicht die Intensität der emotionalen Bindung und die Bereitschaft, sich vollständig auf den anderen einzulassen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Was du gesucht Bei Tag, bei Nacht, Lange verflucht, Dann ist's vollbracht.
- Bildsprache
- Abgrund wird Tal, Alles bist du. Nach deiner Wahl Fall' ich dir zu.
- Enjambement
- Was ich dir sang, Bald ist's erfüllt, Was dich durchdrang, Einmal gestillt.
- Metapher
- Abgrund wird Tal
- Parallelismus
- Was ich dir sang, Was dich durchdrang, Was du gesucht Bei Tag, bei Nacht
- Personifikation
- Was ich dir sang