Was bleibt?

Rudolf Baumbach

1840

Ach, was bleibt? - Ein kleiner Hügel, Drüben mit dem leichten Flügel Froh ein Sommerfalter fliegt Und das Gras im Wind sich wiegt. Eine Weile Angedenken Mag man wohl den Schläfer schenken; Bald weiß niemand, wer da liegt

Manche, die der Ruhm erhoben, Hört man ein Jahrhundert lang, Bis auch sie die Zeit verschlang. Die zum Höchsten einst erkoren - Ihr Gedächtnis ging verloren, Wie ein Lied im Wind verklang.

Fern noch ragen mächt′ge Gipfel Als der Menschheit stolze Wipfel Leuchtend aus dem Nebelmeer: Alexander und Homer. Aber jene Zeit wird kommen, Da auch sie im Duft verschwommen Und es nennt sie keiner mehr.

Unterdes in ew′gen Kreisen Und in altgewohnten Gleisen Ihre Bahn die Erde geht, Achtlos, was auf ihr besteht. Achtlos auf der Menschheit Träume, Wandelt sie durch Weltenräume, Bis auch sie auch in Staub verweht.

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Illustration zu Was bleibt?

Interpretation

Das Gedicht "Was bleibt?" von Rudolf Baumbach behandelt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Vergessenheit, die über die meisten Menschen nach ihrem Tod hereinbricht. Es beginnt mit einem Bild von einem kleinen Hügel, auf dem ein Schläfer liegt, der bald niemand mehr kennt. Das Gedicht verdeutlicht, dass selbst diejenigen, die einst Ruhm und Anerkennung erlangt haben, wie Alexander und Homer, mit der Zeit vergessen werden. Die Erde selbst wird als gleichgültig gegenüber den Träumen und dem Bestehen der Menschheit dargestellt, die sie durch den Weltenraum trägt, bis auch sie selbst zu Staub zerfällt. Baumbach verwendet das Bild des Sommerfalters, der über dem Hügel fliegt, um die Vergänglichkeit des Lebens zu symbolisieren. Der Falter steht für die kurze Lebensspanne eines Menschen, während der Hügel für das Grab steht. Das Gras, das im Wind wiegt, symbolisiert die Zeit, die über allem hinweggeht. Das Gedicht endet mit der Vorstellung, dass selbst die Erde selbst vergänglich ist und eines Tages zu Staub zerfallen wird. Das Gedicht "Was bleibt?" ist eine Meditation über die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Vergessenheit, die über die meisten Menschen nach ihrem Tod hereinbricht. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir alle vergänglich sind und dass unsere Errungenschaften und unser Ruhm mit der Zeit verblassen werden. Das Gedicht ermutigt uns, das Leben zu genießen und das Beste aus der Zeit zu machen, die uns gegeben ist.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Als der Menschheit stolze Wipfel
Hyperbel
Die zum Höchsten einst erkoren
Metapher
in Staub verweht
Personifikation
Ihre Bahn die Erde geht
Symbolik
Alexander und Homer
Vergleich
Wie ein Lied im Wind verklang