Warnung
unbekanntDie Lober meide! Sie führen ein Stückchen Kreide Und schreiben damit auf’s Kerbholz an, Was sie dir Süßes angethan. Gib Acht, gib Acht, Kaum gedacht, Bricht ihre wahre Natur heraus, In welcher die Scham nicht eben zu Haus, Aus dem Pfötchen schlüpfet die Kralle Und noch im besten Falle Sind sie für so viel Lob Recht grob.
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Interpretation
Das Gedicht "Warnung" von Friedrich Theodor Vischer warnt vor Menschen, die übermäßig loben und schmeicheln. Diese "Lober" werden als heuchlerisch und manipulativ dargestellt, die ihre wahren Absichten hinter freundlichen Worten verbergen. Das Gedicht verwendet eine warnende Tonart, um den Leser vor den Gefahren solcher Personen zu schützen. Die Lober werden als Menschen beschrieben, die ein Stück Kreide bei sich tragen, um auf einem Kerbholz aufzuschreiben, was sie einem Guten getan haben. Dies deutet darauf hin, dass sie ihre guten Taten dokumentieren, um sie später als Waffe gegen denjenigen einzusetzen. Das Gedicht warnt davor, dass ihre wahre Natur schnell zum Vorschein kommen kann, und dass sie oft keine Scham empfinden, wenn sie ihre manipulativen Absichten offenbaren. Die letzte Strophe des Gedichts betont, dass selbst in den besten Fällen diese Lober für so viel Lob recht grob sein können. Dies deutet darauf hin, dass ihre Schmeicheleien oft übertrieben sind und dass sie nicht wirklich aufrichtig sind. Das Gedicht schließt mit einer klaren Warnung, solche Menschen zu meiden, um sich vor ihren manipulativen Absichten zu schützen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Was sie dir Süßes angethan
- Kontrast
- Im besten Falle / Sind sie für so viel Lob / Recht grob
- Metapher
- Aus dem Pfötchen schlüpfet die Kralle
- Personifikation
- In welcher die Scham nicht eben zu Haus