Wann der Hahn kräht
1841Wann der Hahn kräht auf dem Dache, Putzt der Mond die Lampe aus, Und die Stern ziehn von der Wache, Gott behüte Land und Haus!
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Interpretation
Das Gedicht "Wann der Hahn kräht" von Joseph von Eichendorff beschreibt den Übergang von Nacht zu Tag. Die erste Strophe schildert den Moment, in dem der Hahn kräht und damit den neuen Tag ankündigt. Gleichzeitig wird die Nacht symbolisch beendet, indem der Mond seine Lampe ausputzt und die Sterne von ihrer Wache abziehen. Dieses Bild vermittelt einen sanften Übergang von der nächtlichen Stille zur morgendlichen Aktivität. Die zweite Strophe drückt den Wunsch nach Schutz und Segen aus. Mit den Worten "Gott behüte Land und Haus" bittet der Sprecher um göttlichen Beistand für das Land und das Haus. Dies kann als Ausdruck des Vertrauens in eine höhere Macht und der Hoffnung auf einen guten Tag interpretiert werden. Die Verwendung des Wortes "behüte" unterstreicht die schützende Funktion Gottes. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine friedliche und hoffnungsvolle Stimmung. Die Natur wird als harmonisch und geordnet dargestellt, wobei der Hahn als Bote des neuen Tages fungiert. Die Bitte um Gottes Schutz am Ende des Gedichts verleiht dem Ganzen eine spirituelle Dimension und lässt den Leser mit einem Gefühl der Geborgenheit zurück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrufung
- Gott behüte Land und Haus
- Personifikation
- Und die Stern ziehn von der Wache