Wandrers Nachtlied
1776Der du von dem Himmel bist, Alles Leid und Schmerzen stillest, Den, der doppelt elend ist, Doppelt mit Erquickung füllest, Ach, ich bin des Treibens müde! Was soll all′ der Schmerz und Lust? Süßer Friede, Komm′, ach komm′ in meine Brust!
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Interpretation
Das Gedicht "Wandrers Nachtlied" von Johann Wolfgang von Goethe handelt von einem Wanderer, der müde und erschöpft von den Turbulenzen des Lebens ist und sich nach innerem Frieden sehnt. Der Sprecher wendet sich an eine höhere Macht, die er als "du von dem Himmel bist" bezeichnet und die in der Lage ist, Leid und Schmerzen zu stillen. Er erkennt an, dass diese Macht doppelt so viel Erquickung für diejenigen bereithält, die doppelt elend sind. Der Sprecher drückt seine Müdigkeit gegenüber dem Treiben und dem ständigen Wechsel zwischen Schmerz und Lust aus und fragt sich, wozu all das gut sein soll. Das Gedicht ist geprägt von einer Sehnsucht nach Ruhe und Erholung. Der Sprecher sehnt sich nach dem süßen Frieden, der ihm Trost und Erleichterung bringen soll. Er bittet diese höhere Macht, in seine Brust zu kommen und ihm den inneren Frieden zu schenken, den er so dringend braucht. Die Wiederholung des Wortes "komm" in der letzten Zeile unterstreicht die Dringlichkeit und Intensität dieser Bitte. Goethes "Wandrers Nachtlied" ist ein kurzes, aber tiefgründiges Gedicht, das die menschliche Suche nach innerem Frieden und die Sehnsucht nach einer höheren Macht zum Ausdruck bringt. Es vermittelt eine Stimmung der Erschöpfung und des Verlangens nach Ruhe und Erholung. Das Gedicht ist ein zeitloser Ausdruck der menschlichen Erfahrung von Leid und der Hoffnung auf Trost und Erleichterung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Der du von dem Himmel bist
- Apostrophe
- Der du von dem Himmel bist
- Bitte
- Süßer Friede, / Komm′, ach komm′ in meine Brust!
- Hyperbel
- Den, der doppelt elend ist
- Kontrast
- Was soll all′ der Schmerz und Lust?
- Rhythmus
- Ach, ich bin des Treibens müde!
- Wiederholung
- Doppelt mit Erquickung füllest