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Votivtafeln

Von

Was der Gott mich gelehrt, was mir durchs Leben geholfen,
Häng′ ich, dankbar und fromm, hier in dem Heiligtum auf.

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Gedicht: Votivtafeln von Friedrich Schiller

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Votivtafeln“ von Friedrich Schiller ist eine kurze, aber tiefgründige Reflexion über Dankbarkeit und die Anerkennung göttlicher Führung im Leben. Es präsentiert sich als eine Widmung, in der der Sprecher, getrieben von Dankbarkeit und Frömmigkeit, die Erkenntnisse und Erfahrungen seines Lebens in einem heiligen Raum verewigt. Das Gedicht ist in zwei Zeilen gehalten, was seine Aussage umso prägnanter macht.

Die ersten Zeile „Was der Gott mich gelehrt, was mir durchs Leben geholfen,“ deutet auf eine tiefe Verbundenheit mit dem Göttlichen hin. Hier wird nicht nur das Lernen von einer göttlichen Instanz betont, sondern auch die Hilfe, die der Sprecher im Laufe seines Lebens erfahren hat. Dies impliziert, dass die Erfahrungen des Sprechers von einer höheren Macht gelenkt und unterstützt wurden. Die Formulierung deutet auf eine aktive Rolle des Gottes in seinem Leben hin, was die Dankbarkeit des Sprechers noch verstärkt.

Die zweite Zeile „Häng′ ich, dankbar und fromm, hier in dem Heiligtum auf.“ ist der Ausdruck des Dankes. Das „Aufhängen“ der Erkenntnisse in einem „Heiligtum“ symbolisiert die Verewigung und Heiligung der eigenen Lebenserfahrungen. Das Heiligtum steht dabei für einen Ort der Anbetung und des Gedenkens, was die Wertschätzung des Sprechers für die göttliche Führung unterstreicht. Die Worte „dankbar und fromm“ unterstreichen die innere Haltung des Sprechers und geben dem Gedicht eine persönliche und spirituelle Dimension.

Schillers Gedicht kann als Ausdruck einer tief empfundenen Religiosität und des Vertrauens in eine höhere Macht interpretiert werden. Es verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Hilfe und Lehren, die man im Leben erhält, zu würdigen und zu bewahren. Die Einfachheit der Sprache und die Kürze des Gedichts verleihen der Aussage eine besondere Stärke, die den Leser dazu anregt, über Dankbarkeit, Glauben und die eigene Lebensführung nachzudenken. Es ist eine Hommage an das Göttliche, eine Erinnerung an die Bedeutung von Dankbarkeit und die bewusste Verehrung von Lebenserfahrungen.

Weitere Informationen

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Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.