Vorgefühl
1819Ich ahnte deine Nähe Schon längst im Herzen mein, Wenn ich dich kommen sehe, Du goldner Frühlingsschein.
Sobald der Flur im Stillen Das Blütenaug entkeimt, Hat auch der Liederschlummer Im Herzen ausgeträumt.
Wie ihn die Erde ahnet Im Erwachen ihrer Brust, So ahnt der Sänger den Frühling Im Erwachen der Liederlust.
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Interpretation
Das Gedicht "Vorgefühl" von Hermann Rollett handelt von der Ahnung und Vorfreude auf den Frühling. Der Sprecher spürt die Nähe des Frühlings schon lange im Herzen, noch bevor er ihn mit den Augen sehen kann. Der goldene Frühlingsschein symbolisiert die Schönheit und Wärme der Jahreszeit. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt den Beginn des Frühlings. Wenn die Felder im Stillen beginnen zu blühen, erwacht auch die Lust auf Lieder im Herzen des Sprechers. Die Metapher des "Liederschlummers" deutet darauf hin, dass die Kreativität und Inspiration des Sprechers während des Winters ruhte, aber nun mit dem Frühling wieder erwacht. Im letzten Teil des Gedichts zieht der Sprecher eine Parallele zwischen der Erde, die den Frühling ahnt, und dem Sänger, der die Lust auf Lieder spürt. Beide erleben eine Art Erwachen - die Erde erwacht aus ihrem Winterschlaf, und der Sänger erwacht zu neuer Kreativität. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur und zeigt, wie der Wechsel der Jahreszeiten auch die menschliche Seele beeinflusst.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Liederschlummer
- Personifikation
- Erwachen der Liederlust