Vor meinem Fenster
1863Vor meinem Fenster singt ein Vogel.
Still hör ich zu; mein Herz vergeht.
Er singt, was ich als Kind besass, und dann - vergessen.
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Interpretation
Das Gedicht "Vor meinem Fenster" von Arno Holz handelt von einem Vogel, der vor dem Fenster des lyrischen Ichs singt. Das lyrische Ich lauscht still und aufmerksam dem Gesang des Vogels, der es an seine Kindheit erinnert. In der Kindheit hatte das lyrische Ich etwas besessen, was es nun vergessen hat. Der Gesang des Vogels ruft beim lyrischen Ich eine melancholische Stimmung hervor. Es scheint, als ob das lyrische Ich sich nach seiner Kindheit und den damit verbundenen Gefühlen sehnt. Der Vogel fungiert hier als Auslöser für diese nostalgischen Gedanken und Erinnerungen. Die Vergänglichkeit der Zeit und die damit einhergehende Veränderung der Gefühle und Erinnerungen werden in dem Gedicht thematisiert. Das lyrische Ich hat etwas aus seiner Kindheit verloren, was es nun nicht mehr besitzt. Der Vogelgesang weckt diese verloren geglaubten Gefühle und Erinnerungen wieder auf, wenn auch nur für einen kurzen Moment.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Still hör ich zu
- Anapher
- Er singt
- Kontrast
- was ich als Kind besass, und dann - vergessen
- Metapher
- mein Herz vergeht